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Fotos: Stefan Malzkorn

Die liebevoll gestalteten Charaktere und die mitreißende Musik des Orchesters ziehen das Publikum in seinen Bann. Eine fulminante Show mit Tanzeinlagen. Über die Bühne wirbeln Messer, Gabeln, Teller und Teekannen, die Belle feierliches Menü servieren.

Die liebevoll gestalteten Charaktere und die mitreißende Musik des Orchesters ziehen das Publikum in seinen Bann. Eine fulminante Show mit Tanzeinlagen. Über die Bühne wirbeln Messer, Gabeln, Teller und Teekannen, die Belle feierliches Menü servieren.

Wir sitzen im altehrwürdigen Admiralpalast in der Friedrichstraße in Berlin an einem Samstagabend in der Vorweihnachtszeit. Im Saal wird es dunkel und im Scheinwerferlicht tritt eine junge Frau vor den roten Vorhang auf die Bühne, gemeinsam mit einem kleinen Jungen .... Foto: Andreas Meichsner fuer Mehr! Entertainment

Wir sitzen im altehrwürdigen Admiralpalast in der Friedrichstraße in Berlin an einem Samstagabend in der Vorweihnachtszeit. Im Saal wird es dunkel und im Scheinwerferlicht tritt eine junge Frau vor den roten Vorhang auf die Bühne, gemeinsam mit einem kleinen Jungen .... Foto: Andreas Meichsner fuer Mehr! Entertainment

Foto: Nilz Boehme

Foto: Nilz Boehme

Die Schöne und das Biest

Sonntag, 25. Dezember 2016

Walt Disneys Erfolgsmusical: von Berlin, über Wien in die Grazer Oper

Wir sitzen im altehrwürdigen Admiralpalast in der Friedrichstraße in Berlin (siehe Foto unten) an einem Samstagabend in der Vorweihnachtszeit. Im Saal wird es dunkel und im Scheinwerferlicht tritt eine junge Frau vor den roten Vorhang auf die Bühne, gemeinsam mit einem kleinen Jungen. Sie beginnt ihm ein Märchen von einem Prinzen vorzulesen, der eine Bettlerin wegen ihrer Hässlichkeit abweist. In Wahrheit aber ist sie eine schöne Fee, die den Prinzen daraufhin in ein Biest verwandelt. Er muss in einem verwunschenen Schloss leben und kann nur durch wahre Liebe erlöst werden.

Walt Disney hat mit „Die Schöne und das Biest“ eines der erfolgreichsten Musicals gemacht. Von 4. bis 15. Jänner 2017 gastiert die deutschsprachige Inszenierung des renommierten Budapester Operetten- und Musicaltheaters in der Wiener Stadthalle – und von 28. Juni bis 9. Juli 2017 gibt‘s das Gastspiel in der Grazer Oper.

Der Vorhang öffnet sich. Ein alter Mann, namens Maurice verirrt sich im dunklen Wald und wird von Wölfen angegriffen. Auf der Flucht gelangt er zu einem Schloss, wo er auf Hilfe hofft. Und dann – ein lautes Grollen. Wutentbrannt, weil jemand in sein Schloss eingedrungen ist, wirft Maurice in den Kerker. Seine Tochter Belle, ein schönes junges Mädchen, sucht den Vater und kommt ebenfalls zum Schloss. Sie erfährt von den verwunschenen Bewohnern, die in Alltagsgegenstände verwandelt wurden, dass der Vater sich in der Gewalt des Biestes befindet. Mutig bietet sich Belle im Austausch für ihren Vater an. Sofort schmieden der sprechende Kerzenleuchter, die gewitzte Stehuhr und die singende Teekanne Madame Pottine Verkupplungspläne für Belle und das Biest.

Belle lebte zuvor mit ihrem Vater Maurice, einem glücklosen Erfinder, in einem kleinen französischen Dorf und wird von den jungen Burschen dort verehrt und begehrt. Doch die bücherverschlingende Außenseiterin träumt davon, einmal aus der Enge ihres Lebens auszubrechen. Und das tut sie nun im Schloss vom Biest. Aber so schnell wird aus dem Ungeheuer kein Gentleman und aus der Abneigung von Belle nicht die große Liebe. Erst Stück für Stück gewinnt das Biest ihr Herz, indem er sie zum Essen einlädt oder sie mit einer Bücherei überrascht. Und am Ende gibt’s natürlich das erhoffte Happy End. Die Märchenwelt fasziniert die Zuschauer. Die liebevoll gestalteten Charaktere und die mitreißende Musik des Orchesters ziehen das Publikum in seinen Bann. Eine fulminante Show mit Tanzeinlagen. Über die Bühne wirbeln Messer, Gabeln, Teller und Teekannen, die Belle feierliches Menü servieren. Nachdem sich der Vorhang schließt, beweisen Standing Ovations den gelungenen Premieren-Abend.

Sándor Barkóczi begann vor fünf Jahren mit der Rolle des Biestes. „Damals sprach ich gar kein Deutsch“, erzählt er uns bei der Premierenfeier. Monatelang wurde zuerst nur die deutsche Aussprache geprobt, bevor man überhaupt erst die Bewegung dazu einstudiert hat.

Der 27-Jährige Ungar machte seine Ausbildung am Pester Broadway Studio, der Ausbildungsstätte des Budapester Operettentheaters. Auch Belle, alias Kitti Jenes, seine Bühnen-Partnerin, kommt aus der gleichen Budapester Talentschmiede. Sie brillierte bereits mit Rollen in „Miss Saigon“, „Elisabeth“, „Rudolf“ und „Mozart!“, spielte auch die Julia in „Romeo und Julia“.  Aufwändig ist natürlich die Kostümierung des Biestes. Mit Make-Up und allem dauert es insgesamt eine Stunde, bis er sich „verwandelt“ hat. „Aber während dieser Zeit kann ich mich gut auf meine Rolle vorbereiten und gehe im Kopf noch einmal den Text durch.“ Das Kostüm selbst ist ja ziemlich schwer, aber vor allem: „Es ist sehr warm drinnen und am liebsten wäre es mir, ich hätte eine Klimaanlage innen.“

Von Isabella Hasewend