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Titschenbacher, Roth, Seitinger (v.l.): Advent und Weihnachten sind ein schöner Anlass bewusst heimische Lebensmittel auf den Tisch zu stellen, um das Klima zu schonen und Arbeitsplätze zu schaffen. Unser Bild zeigt einen Korb mit heimischen Lebensmitteln die im Umkreis von 380 Kilometern wachsen. Dieselben Produkte aus aller Welt legen 71.000 Kilometer zurück. Foto: LK

Feiertage mit heimischen Lebensmitteln bewusst genießen

Montag, 12. Dezember 2016

Chance für Klima, Landwirtschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt. „Regionale Lebensmittel sind eine riesige Chance für Klima, Umwelt, Wirtschaft- und Landwirtschaft sowie für den österreichischen Arbeitsmarkt. Dazu kann jede Steirerin und jeder Steirer erheblich beitragen“, unterstreichen Landesrat Johann Seitinger, Präsident Franz Titschenbacher und Hans Roth, Aufsichtsratsvorsitzender der Saubermacher AG. Und weiter: „Ein sorgsamer statt sorgloser Umgang mit Lebensmitteln schont das Geldbörserl und hilft Abfälle zu vermeiden.“

Nach den Weltklimakonferenzen in Paris (2015) und Marrakesch (2016) bei denen der Ausstieg aus Öl und Gas bis zum Jahr 2050 de facto festgelegt wurde, ist auch jede Steirerin und jeder Steirer gefordert, seinen Beitrag zu leisten. „Klimaschutz beginnt im Einkaufswagerl. Jede Steirerin und jeder Steirer kann beim Kauf von Lebensmitteln aktiv Klimaschutz betreiben“, sagt Landwirtschaftskammer Präsident Franz Titschenbacher und ermutigt die Bevölkerung heimische Lebensmittel internationalen vorzuziehen. Denn beim Kauf von heimischen Lebensmitteln profitieren Klima, Arbeitsmarkt, Landwirtschaft und Wirtschaft. Titschenbacher: „Würde nur ein Drittel der internationalen Lebensmittel, die in den Einkaufswagerln landen durch heimische ersetzt, könnten allein in der Steiermark 6.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.“ Österreichweit wären es mehr als 30.000 Arbeitsplätze. Außerdem würde das Bruttoinlandsprodukt um jährlich 3,2 Milliarden Euro steigen.

Die Landwirtschaftskammer hat drei Festmenüs mit Lebensmitteln aus der Heimat und solchen aus aller Welt hinsichtlich der Transportwege miteinander verglichen. Beim Festtagsbraten mit Erdäpfelpüree aus heimischen Lebensmitteln lassen sich unglaubliche 52.801 Transportkilometer sparen, das ist 1,3 Mal mit dem Auto um den Erdball. Bereitet man einen heimischen Karpfen mit Petersilerdäpfel und heimischen Chinakohlsalat zu, erspart man 21.007 Transportkilometer, bei einer weststeirischen Weihnachtsgans mit Maroni-Semmelfülle sind die Ersparnis 5.247 Transportkilometer. „In Summe spart man sich mit den drei Festtagsmenüs 79.055 Transportkilometer. Eine Strecke, die einer Autofahrt zweimal um den Globus gleichkommt“, hebt Titschenbacher hervor und appelliert zu heimischen Lebensmitteln zu greifen.