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Goldene Bucheintragung von Ralph Hasenhüttl (M.). Bürgermeister Siegfried Nagl (l.) hatte den Cheftrainer eingeladen, Sportstadtrat Kurt Hohensinner war auch mit dabei.

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Ralph Hasenhüttl in Graz

Samstag, 24. Dezember 2016

Einen Tag vor dem Christkind hat sich der Grazer Ralph Hasenhüttl – derzeit Österreichs meist genannter Fremdarbeiter in Sachen Fußball – ins Goldene Buch der Stadt Graz eintragen dürfen. Logischerweise unter großem Medienrummel.

Seine Heimatstadt Graz sieht er meist nur zweimal im Jahr – zur Osterjause und zum Weihnachtsfest. Den Rest der Zeit verbringt er höchst erfolgreich als Fußballtrainer des RB Leipzig in Deutschland. Und weil Ralph Hasenhüttl mit seiner Mannschaft in der Deutschen Bundesliga so erfolgreich ist, seine Wurzeln als Spieler beim GAK liegen, hat ihn Fußballfan, Bürgermeister Siegfried Nagl eingeladen, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Im Rahmen seines Weihnachts-Heimatbesuchs nahm er diese Einladung auch an.

Mit ihm kamen seine Familie, Frau Sandra und die Söhne Philipp (17) und Patrick (19), sowie die Eltern Gilbert und Ingrid ins Rathaus. Auch die Schwiegereltern Stefanie und Rudolf waren dabei.

Bürgermeister Nagl verlieh seiner Freude über den Besuch des Erfolgstrainers mit GAK-Vergangenheit, wie er es nannte, Ausdruck: „Ralph Hasenhüttl hat sich im internationalen Sport zu einer Größe entwickelt. Darauf sind wir hier in seiner Heimatstadt auch sehr stolz.“

Der mit solchen Worten honorierte zeigte tiefe Verbundheit: „Ich bin schon so lange aus Graz weg und gerade am Anfang plagte mich das Heimweh sehr. Auch heute noch komme ich immer gerne, schließlich haben sich viele meiner Stärken, die ich nun ausspielen kann, hier entwickelt.“

Leidenschaftliche Spielweise und vernünftige Fans
Ralph Hasenhüttl: „Ich will RB Leipzig nicht mit anderen Größen vergleichen, weil wir einzigartig sind.“ Richtig. Denn RB darf offiziell nicht für Red Bull stehen, sondern steht für Rasen Ballsport. So will es die Deutsche Bundesliga. Es ist ein Verein aus der Retorte, den Didi Mateschitz seit sieben Jahren mit Milliarden hochgezüchtet hat. Naturgemäß ist RB noch nicht in den Herzen der Hardcore-Fans in Leipzig angekommen. Doch die Fans der Ostklubs sind ohnehin eher als Problemfans abgestempelt. Deren Besuche hinterlassen oft weniger sportlichen Eindruck als Gewalt. Das aber lehnen Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Ralph Hasenhüttl ab. Sie wollen ein positives Bild der Mannschaft, eine leidenschaftliche Spielweise und vernünftige Fans, keine Hooligans.

Begonnen beim GAK
Den Weg zum Fußballspielen fand Ralph Hasenhüttl übrigens mit sechs Jahren durch seine vier Cousins, die allesamt zum Nachwuchs des GAK zählten und ihn mit ihrer Begeisterung angesteckt hatten. Von da an hatten im Garten der Familie in Andritz sämtliche Pflanzen kein leichtes Leben mehr.

Da Hasenhüttl bereits am 3. Jänner wieder seinen „Dienst antreten“ muss, bleiben ihm nur wenige Tage zur Erholung. Diese wird er mit seiner Familie in einem gemieteten Ferienhaus in Tirol verbringen.

Fotos: Heimo Ruschitz