Als Marktführer betreibt Neuroth in Österreich über 120 Fachinstitute, europaweit sind es über 240

Als Marktführer betreibt Neuroth in Österreich über 120 Fachinstitute, europaweit sind es über 240. Fotos: Neuroth

Lukas Schinko (29) steht seit 2011 an der Spitze der Neuroth-Gruppe

Lukas Schinko (29) steht seit 2011 an der Spitze der Neuroth-Gruppe

Einblicke in die Produktion: Ohrpassstücke aus dem 3D-Drucker

Bei der Hörgeräte- und Gehörschutz-Produktion spielt die manuelle Fertigung weiterhin eine große Rolle

Bei der Hörgeräte- und Gehörschutz-Produktion spielt die manuelle Fertigung weiterhin eine große Rolle

Hörakustiker zieht positive Bilanz

Donnerstag, 16. Februar 2017

Österreichs führendes Hörakustikunternehmen steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren europaweiten Umsatz auf 125 Millionen Euro. 2017 steht im Zeichen des 110-jährigen Firmenjubiläums und neuer Technologien: Erstmals bietet Neuroth wiederaufladbare Akku-Hörgeräte an.

Die Neuroth-Gruppe setzte ihren Wachstumskurs auch im Vorjahr fort: So erwirtschafte man im Jahr 2015/2016 einen internationalen Umsatz von 125 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus von fünf Millionen Euro (+4,2 Prozent) und gleichzeitig den bisher höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte. „Wir freuen uns über diese positive Umsatzentwicklung ganz besonders, da wir heuer unser 110-jähriges Bestehen feiern“, sagt Lukas Schinko (29), der Neuroth in vierter Familiengeneration leitet.

Neben dem erfolgreichen Launch der Gehörschutz-Marke EARWEAR stieg auch die Zahl der Hörakustik-Fachinstitute im Vorjahr in Österreich erstmals auf 124. Europaweit betreibt Neuroth – Gesundheitspartner der diesjährigen „Special Olympics“ – mit Hauptsitz in Graz bereits über 240 Standorte und beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter in sieben Ländern. „Unser Vorhaben bleibt weiterhin, europaweit schrittweise und nachhaltig zu wachsen“, sagt Schinko.

110-Jahr-Jubiläum und neue Hörgeräte-Technologie

Im Dezember wird das Familienunternehmen, das 1907 als „1. Spezialhaus für Schwerhörigenapparate“ in Wien gegründet wurde und 1980 in die Steiermark übersiedelt ist, 110 Jahre alt. Tradition und Innovation – das steht auch 2017 im Fokus. Nicht nur im hauseigenen Technik- und Logistikcenter im südoststeirischen Schwarzau, in dem Hörgeräte für ganz Europa maßgefertigt werden, spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle: So wird der 3D-Druck-Bereich bei Neuroth 2017 weiter ausgebaut.

Außerdem bietet Neuroth seinen Kunden ab sofort erstmals wiederaufladbare Akku-Hörgeräte, die einen enormen technischen Fortschritt bedeuten. Damit fällt der Batteriewechsel für Hörgeräteträger künftig weg. „Für Menschen mit Hörminderung ist das ein wichtiger Schritt, da die Handhabung noch einfacher wird und weiter zur Entstigmatisierung von Hörgeräten beiträgt. Deshalb wollen wir auch heuer verstärkt auf Aufklärungsarbeit setzen“, so Schinko.