Gruppe

v.l.: Roland Pomberger (Montanuni Leoben), Ulrich Bürger (Smart Power), Therese Schwarz (Montanuni Leoben), Peter Scheuermann (KTM), Gerhard Ziehenberger (Saubermacher), Astrid Arnberger (Saubermacher), Wolfgang Neumann (Energy Globe Foundation), Hans Roth (Saubermacher), Andreas Könekamp (AVL), Peter Gollob (AVL DiTEST) und Stephan Laske (Saubermacher).

v.l.: Hans Roth (Saubermacher), Johann Amerstorfer (Laudator, Kapl GU-Bau) und Astrid Arnberger (Saubermacher). Fotos: Hermann Wakolbinger

v.l.: Hans Roth (Saubermacher), Johann Amerstorfer (Laudator, Kapl GU-Bau) und Astrid Arnberger (Saubermacher). Fotos: Hermann Wakolbinger

Gold für neue Maßstäbe im Batterierecycling

Montag, 29. Mai 2017

Saubermacher wurde gemeinsam mit seinen Forschungspartnern AVL, KTM, Montanuni Leoben und Smart Power für seine Projektergebnisse im Bereich Re-Use und Recycling von Batteriesystemen aus der E-Mobilität mit dem Energy Globe Austria Award in der Kategorie Erde ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen einer hochrangig besuchten Gala in Linz statt.

Zweifach ausgezeichnet
Nach der Auszeichnung mit dem Energy Globe Styria Award im April 2017 wurde nun auch der Energy Globe Austria Award in der Kategorie Erde an das Saubermacher-Forschungsprojekt „RE²BA Reuse und Recycling von Batteriesystemen aus der Elektromobilität“ mit den Konsortialpartnern AVL List GmbH, KTM AG, Montanuniversität Leoben und Smart Power GmbH & Co KG (Deutschland) verliehen. Das Forschungsteam beschäftigte sich von 2014 bis 2016 intensiv mit verschiedenen Wiederverwendungs- und Recyclingmöglichkeiten für Lithium-Ionenbatterien. Zentrales Ziel war es, die Kosten für Elektromobilität zu senken. Dies konnte erfolgreich umgesetzt werden.

Zwei Leben
Gemeinsam wurde erstmals ein stationäres Speichermedium (Prototyp) aus gebrauchten Akkus von KTM FREERIDE E-Motorrädern gebaut. Künftige Einsatzgebiete für die Second Life-Applikation sind private Heimspeicher, z. B. für Photovoltaik-Anlagen, Peak-Shaving (Spitzenlastabdeckung) in der Industrie oder für die Ortsnetzstabilisierung für Energieversorger. „Das RE²BA-Projekt ist in Österreich das erste, das sich mit der Verwendung von gebrauchten Batteriesystemen als Speichermedien beschäftigt hat und diese Technologie nun zur Marktreife führt“, freute sich Gerhard Ziehenberger, Technik-Vorstand bei Saubermacher. Darüber hinaus wurde auch der bisherige Recyclingprozess von Lithium-Ionenbatterien entscheidend weiterentwickelt.

Mehr als zwei Vorteile
Die Verlängerung der Lebensdauer der Batteriesysteme bringt viele Vorteile. „Natürliche Ressourcen werden geschont, klimaschädliche Emissionen vermieden bzw. verringert und neue Geschäftsmodelle geschaffen“, erklärte Saubermacher-Eigentümer Hans Roth den großen Nutzen der Forschungsergebnisse. Gleichzeitig schaffen die Projektergebnisse einen neuen technischen Standard für die Wiederverwendung und das Recycling von Batterien aus der Elektromobilität. „Batteriesysteme für E-Autos & Co sind teuer. Bei einem Absinken des Energiepotentials auf ca. 80 % können sie für die Mobilität nicht mehr verwendet werden. Dennoch haben sie einen hohen Wert, der im Recyclingprozess mit unseren Forschungsergebnissen nun erstmals gehoben werden kann“, erklärte Ziehenberger den neu geschaffenen Maßstab für das Recycling.