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v.l.: Projektleiterinnen Daniela Grach und Marlies Wallner, Institutsleiterin Elisabeth Pail, LR Johann Seitinger, LR Christopher Drexler, Karl Pfeiffer und Landesschulinspektorin Sieglinde Rothschedl. Foto: Lebensressort

So schmeckt´s – Schule macht Geschmack!

Dienstag, 09. Mai 2017

„Schule macht Geschmack“ ist ein vom Fonds Gesundes Österreich und dem Land Steiermark (Lebensressort) finanziertes Projekt, welches sich zum Ziel gesetzt hat, das Bewusstsein und die Begeisterung für Qualität, Geschmack und Erlebnis (Kochen mit frischen regionalen Produkten) zu wecken und somit Gesundheit zu fördern und Präventionsarbeit zu leisten.

Das Projekt wird von Mitarbeitern des Health Perception Labs, ein Labor für gesundheitsrelevante Sensorikforschung, der Fachhochschule JOANNEUM begleitet. Bei der heutigen Pressekonferenz in der FH JOANNEUM in Graz wurden allen Anwesenden Löffel  zur Verkostung gereicht: Cashew, Curry, Champion, Gurke mariniert und Olivenmus und zum Dessert Erdbeere, Johannisbeere, Rhabarber, Safran und Liebstöckl. „Neukreationen mit dem Hintergrund, ähnliche Aromakomponenten zu kombinieren und als Ergänzung Aromalücken zu füllen (Harmonie + Kontrast)“, erklärt Marlies Wallner vom Health Perceptions LAB.

Auslöser des Projektes war die Tatsache, dass man bei Schülern steirischer landwirtschaftlicher Fachschulen eine veränderte Geschmackswahrnehmung bemerkte, woraufhin man durch eine Online-Befragung das Ernährungs- und Konsumverhalten 739 Jugendlicher auswertete. Die Umstellung auf ein gesundes Speiseangebot wurde anfangs von den eher an salzigen oder süßen Speisen gewöhnten Jugendlichen schwer angenommen. Jedoch nach 4 Monaten gaben mehr als ¾ der Befragten an, dass sie selbst zubereitete Speisen bevorzugen. Als Hauptkriterien wurden „gesünder“, „schmeckt besser“ und „gewohnt“ genannt.

In der heutigen Zeit seien vor allem gesunde und schmackhafte regionale Halb- und Fertigprodukte gefragt, an deren Entwicklung die Fachschulen arbeiten und im Projekt wissenschaftlich unterstützt werden, so Karl Peter Pfeiffer, Rektor und Geschäftsführer der FH JOANNEUM. Agrarlandesrat Hans Seitinger hob hervor, dass man mit diesem Projekt auch der Globalisierung der Esskulturen, die zu einer neuen bewussten Regionalisierung des Essens geführt hat, Rechnung getragen hat – ganz nach der Devise „Lebensmittelpunkt Steiermark“.

Gesundheitslandesrat Christopher Drexler ergänzte, dass ausgewogene Ernährung und Bewegung einen wesentlichen Anteil an der Gesundheit der Steirerinnen und Steirer hätten und damit viele Erkrankungsmerkmale, die im schlimmsten Fall zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen, frühzeitig erkannt oder sogar verhindert werden könnten.

Dieses Projekt soll als angewandte Sensorik vermehrt in den Schulalltag, sowohl im Rahmen des (praktischen) Unterrichts als auch in der Verpflegung der Schüler an den Fachschulen selbst integriert werden. Im Schulalltag sollen Verkostungen und sensorische Beurteilungen Standard werden.