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E-Grazathlon: 15-Jährige holt Streckenrekord

Montag, 12. Juni 2017

Wenn sich völlig ausgepumpte, dreckverschmierte und von den Strapazen gezeichnete Sportler überglücklich in den Armen liegen, dann kann das nur eines heißen: Der E-Grazathlon wurde erfolgreich gemeistert. Fast 4000 Wagemutige nahmen die härteste Sightseeingtour der Welt in Angriff und verhalfen dem Laufevent des Jahres auch heuer wieder zu einem Rekordteilnehmerfeld. Wie schon die Jahre zuvor sorgten zigtausende Schaulustige entlang der Strecke nicht nur für eine einmalige Kulisse in der Grazer Innenstadt, sondern auch dafür, dass selbst Ausnahmesportler wie Benjamin Karl, Jördis Steinegger, Mario Haas oder Martin Koch sich völlig verausgabten. Und dank der vielen Teilnehmer, der Initiative „Get Moving“ und der großartigen Unterstützung von Magna Steyr darf sich die Steirische Krebshilfe über eine Spende von 10.000 Euro freuen.

Und wieder einmal hat die härteste Sightseeingtour der Welt ihrem Namen alle Ehre gemacht! Während vergangenes Jahr ein heftiges Gewitter den Athleten zu schaffen machte, meinte es heuer zumindest das Wetter gut mit den Teilnehmern. Doch auch dieser Umstand nahm Ekrem Dag, seines Zeichens immerhin zehnfacher Fußball-Nationalspieler, nicht seine Nervosität vor seiner E-Grazathlon-Premiere: „Ich weiß ja nicht, was auf mich zukommt. Der Mario Haas hat nur was von zehn Kilometer laufen erzählt, deswegen habe ich überhaupt zugesagt. Die 16 Hindernisse hat er mir verschwiegen, die Strecke schaut richtig schwer aus.“ Ähnlich sah es sein ehemaliger Sturm Graz-Teamkollege Samir Muratovic: „Ich glaube, nach dem Bewerb muss ich die ganze nächste Woche im Bett verbringen und schlafen.“

Während die Grazer Schwimm-Nixe Jördis Steinegger den starken elften Platz bei den Damen holte, sorgte Carina Reicht für die Sensation des Tages. Die 15-Jährige aus Kirchbach, die aufgrund ihres jungen Alters heuer das erste Mal an den Start gehen durfte, holte sich in einer Zeit von 50:25 Minuten (Streckenrekord!) völlig überraschend den Sieg und verwies dabei sogar die zweifache Siegerin und bislang erfolgreichste österreichische Shorttrack-Eisschnellläuferin Veronika Windisch auf den zweiten Platz. „Es war extrem kräftezehrend, vor allem die Hindernisse haben mir als Läuferin Probleme bereitet. Ich bin jetzt einfach nur glücklich, vor allem weil ich nie gedacht hätte, dass ich gewinnen kann“, jubelte das junge Laufwunder, das nächstes Jahr seinen Titel verteidigen möchte.

Genau das hat Hannes Meißel bereits geschafft. Der Vorjahressieger war auch in diesem Jahr eine Klasse für sich und ließ die Konkurrenz trotz eines kleinen Sturzes zu Beginn mit einer Zeit von 42:58 Minuten hinter sich. „Ich war schon die ganze Woche so nervös wie noch nie, weil ich wusste, dass es noch schwieriger wird, den Titel zu bestätigen. Ich konnte zum Glück bei den Hindernissen den entscheidenden Vorsprung herausholen und bin jetzt einfach nur glücklich, denn der Sieg und die damit verbundene Wertschätzung von den Kollegen bedeuten mir irrsinnig viel.“

Vorschau:
Lesen Sie in der nächsten KLIPP-Ausgabe wie es Mitarbeiterin Isabella Hasewend beim Grazathlon gegangen ist.

Fotos: Heimo Ruschitz