Hommage

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Mittwoch, 28. Juni 2017

A. Tamara Hindler „brennt“ für die Malerei

Ihre Leidenschaft für die Malerei ist noch ganz frisch. „Es war im September. Da hatte ich eine Inspiration, habe mir Pinsel und Farben besorgt und einfach drauf los gemalt“, blickt die Steirerin A. Tamara Hindler zurück, als sie aus einer Muse heraus mit der Malerei begonnen hatte.

„Seit diesem Moment ist Malerei zu meiner Passion geworden“, erzählt die 48-Jährige im Klipp-Gespräch. Mit ihrer künstlerischen Karriere ist es dann rasch bergauf gegangen. „Sie ist mein Star“, lächelt ihr Mann Helmut, der ihre Bilder als erster begutachten darf. „Ich unterstütze sie, wo ich kann“, so Helmut Hindler, Amtsleiter in der Gemeinde Passail ist. Seine Frau hat bereits mehrere Ausstellungen gehabt und seit dem Vorjahr rund 30 Bilder gemalt. „Manchmal male ich sechs Stunden an einem Bild, dann wiederum brauche ich drei Monate. Wenn es mir nicht passt, lege ich den Pinsel weg und lasse es stehen.“

A. Tamara Hindler brennt für die Malerei, wie sie selbst sagt. „In erster Linie male ich für mich selbst. Ich unterwerfe mich keiner Kunstrichtung, male einfach das, was ich will“, lässt sie sich nicht einschränken. „Malerei ist für mich ein Spiel mit der Ästhetik, ein Abwägen von Formen und Farbspielen. Bei meiner experimentellen Malerei geht es mir um die Befreiung der Farben, das Loslösen von der Gesetzmäßigkeit der Malerei.“

Und dass ihre Kunstwerke ankommen, beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass ihre Vernissagen gut besucht sind und sie natürlich auch bereits Bilder verkauft hat. „Es beginnt bei rund 120 Euro für ein Bild, im Schnitt sind es 400 bis 500 Euro für eines meiner Werke.“ Sogar Star-Designer La Hong hat ihre jüngste Ausstellung in Passail besucht und gratuliert zu ihren Werken: „Die Bilder von Tamara strahlen eine große Inspiration aus. Sie und ich haben etwas gemeinsam: Sie drückt ihre Kreativität in Bildern aus und ich lebe sie in meinen Modeschöpfungen.“

Wobei A. Tamara Hindler in ihrem „Hauptgeschäft“ auch mit Bekleidung zu tun hat und dort kreativ tätig ist. „Als gelernte medizinische Heilmasseurin wollte ich mich nach gut 12 Jahren verändern und habe die Geschäftsführung unserer Sportbekleidungsfirma moon-sport.at übernommen“, blickt sie auf das Jahr 2010 zurück. „Damals waren wir österreichweit eine der ersten Firmen, die das Verfahren des Direkt-Sublimationsdruck im Sportbereich angewendet haben. Wir gestalten eben individuelle Sportmode – wie Fußballtrikots, Hosen und Stutzen, Laufshirts, Volleyballtrikots, Eishockeytrikots oder Multifunktionstücher.“

Wichtig ist der Grazerin die Qualität – bei der Sportbekleidung, aber auch der Malerei. „Die Keilrahmen für meine Bilder stelle ich selbst her, da ist mir mein Mann behilflich. Und auch bei den Farben achte ich auf entsprechende Qualität“, so A. Tamara Hindler. „Am Anfang weiß ich nicht, wie das fertige Bild ausschauen wird. Ich stelle mir zuerst die Farben zusammen und beginne dann einfach drauf los zu malen – immer auch mit Musik, die inspiriert mich.“ „Sie hört zumeist Leonard Cohen, wenn sie malt“, erzählt ihr Mann Helmut. „Oft auch mehrere Schichten Acryl übereinander, wie ich jetzt weiß. Ein Bild von ihr, das mir gefallen hat, hat sie am nächsten Tag übermalen und es sah völlig anders aus.“ „Ja, das war für mich einfach noch nicht fertig“, entgegnet sie.

Übrigens ist jedes Bild von A. Tamara Hindler auch als Kunstdruck auf T-Shirt, Top, Polos oder Multifunktionstücher zu haben. „Das läuft unter dem Motto ,Man trägt Kunst“, freut sie sich über das rege Interesse. Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist: Die nächste Ausstellung von A. Tamara Hindler gibt es in der Therme Nova, mit der Vernissage am 21. September 2017.