WK on Tour - PK 08.06.2017 
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WKO-Graz-Regionalstellenleiter Viktor Larissegger, WKO-Graz-Regionalstellenobfrau Sabine Wendlinger Slanina und WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v.l.). Foto: Fischer

WKO on Tour

Freitag, 09. Juni 2017

Der direkte, persönliche Kontakt zu den Unternehmen ist der WKO Steiermark ein ganz besonderes Anliegen. Aus diesem Grund wurden daher heuer innerhalb der letzten 12 Wochen 130 Grazer Betriebe von Mitarbeitern und Funktionären persönlich besucht.

Ein Thema bei den Besuchen war wiederholt der Fachkräftemangel. „Einige Unternehmen – speziell in den Sparten Gewerbe und Gastronomie – erklärten uns, dass sie mehr Aufträge annehmen könnten, wenn sie das nötige Personal hätten. Hier wird der Personalengpass ganz offensichtlich zur konkreten Wachstumsbremse“ erläutert Sabine Wendlinger-Slanina, Obfrau der Regionalstelle Graz und ergänzt: „Speziell gefordert in dieser Thematik ist das AMS, schließlich haben wir derzeit im Großraum Graz immer noch 17.111 arbeitssuchend vorgemerkte Personen. Wichtig erscheint es aus unserer Sicht, hier weiterhin bzw. noch stärker auf arbeitsplatznahe Qualifizierungsmaßnahmen, wie z.B. das AQUA Programm zu setzen“.Die WKO Steiermark hat mit dem Leitthema „(Jugend)Beschäftigung sichern“ schon seit Jahren auch einen Fokus auf das Thema Fachkräftemangel gelegt. „Abgesehen von den zahlreichen Bildungsinitiativen einzelner Sparten und Fachgruppen haben wir mit der Eröffnung des Talent Centers im Herbst 2016 und auch dem Zuschlag zur Austragung der Euroskills 2020 in Graz 2 Leuchtturmprojekte, die langfristig dazu beitragen können, dass Jugendliche sich auch wieder vermehrt für eine lehrberufliche Ausbildung entscheiden. 2016 ist immerhin zum ersten Mal seit 5 Jahren die Zahl der Lehranfänger gestiegen. Wir hoffen, dies war eine Trendumkehr“, so Karl-Heinz Dernoscheg.

Um in einer stark wachsenden Stadt die Lebensqualität auf dem bestehenden hohen Niveau zu halten, ist ein klares Bekenntnis zu einem starken Wirtschaftsstandort nötig. Denn nur mit einer aktiven Wirtschafts- und Standortpolitik kann eine Steigerung der Attraktivität des Standortes und in der Folge Neuansiedelungen bzw. Erweiterungen von Betrieben und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze gewährleistet werden.

Äußerst positiv wahrgenommen wurde, dass im aktuellen Zukunftsprogramm der Grazer Stadtregierung das Thema Wirtschaft an erste Stelle der Agenda gesetzt wurde. „Das ist ein Zeichen der Wertschätzung, wie wir dies bereits vor einem Jahr an gleicher Stelle gefordert haben“, so Viktor Larissegger, Regionalstellenleiter Graz. „Entscheidend ist aber auch, dass dieses Bekenntnis nicht nur niedergeschrieben, sondern von den politischen Vertretern und vor allem auch den Behörden und Mitarbeitern der Stadt Graz gelebt wird“.