Foto: Daniel Hug

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Optimal für das Gelände: der neue Bosch-Motor „Performance Line CX“

Optimal für das Gelände: der neue Bosch-Motor „Performance Line CX“

Donnersbachwald liegt auf ca. 1.000 Metern Seehöhe, die Oxenalm auf 1.550. Fahrzeit: rund ¾ Stunde.

Donnersbachwald liegt auf ca. 1.000 Metern Seehöhe, die Oxenalm auf 1.550. Fahrzeit: rund ¾ Stunde.

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Cool, so ein fettes E-Bike

Donnerstag, 20. Juli 2017

Zum Rad-Test in der Schladming/Dachstein-Region

Wir starten nach dem Frühstück im Hotel Stegerhof, unserem Quartier in Donnersbachwald, einem Familienhotel – im Zimmerpreis sind Fahrräder inbegriffen. Es geht mit den E-Bikes in eine „Aufwärmrunde“. Mit einem kurzen Stopp an der Talstation Riesneralm, wo der Experte des Bikeshops noch einmal checkt, ob alles ok ist. Bald danach biegen wir von der Landstraße ab auf den Single Trail zur Lärchkaralm. Von dort wieder zurück nach Donnersbach. Unser Tagesziel ist die Oxenalmhütte auf der Riesneralm, direkt an der Skipiste auf 1.500 Metern Seehöhe gelegen. Vor uns liegen einige giftige Steigungen bis zu 17 Prozent und das auf einer Schotterstraße. Erich, unser Teamkapitän, ein Extremradler von Steirerbike in Wörschach, tritt im Eco-Modus, die Bike-Erfahrenen und Sportlicheren haben auf den Tour-Modus geschaltet und die wenig Trainierten und Unerfahrenen radeln mit Turbo-Unterstützung die 600 Höhenmeter hinauf. So erreichen wir gemeinsam als „Rudel“ unsere Labestation auf der Oxenalm. Der Himmel ist wolkenverhangen, es gibt ein bisschen Regen und dann wieder Sonne, aber das Panorama ist beeindruckend.

Eine Spazierfahrt war es aber für niemanden. „Es ist halt fein, dass es jeder schaffen kann. Mit dem E-Bike ist ein neues, gemeinsames Erlebnis möglich – Freunde, Ehepartner oder andere Gruppen –, weil jeder mithalten kann“, sagt der Erich. Die Durchtrainierten schaffen es mit weniger Strom als die Schwächeren. „Echte 80 Kilometer sind mit dem Power-Pack 500 (Wattstunden) möglich“, erklärt Servicemann Jürgen vom Bosch-Team, das uns betreute.

Was ist ein Uphill-Flow?
… wenn du beim Biken das Gefühl hast, dass du praktisch immer mit dem richtigen Tempo unterwegs bist – auch im Hinblick auf deine körperliche Verfassung. Um gleich mit einem Falschurteil aufzuräumen: Auch der Sportlichste kann sich mit einem E-Bike auspowern, bis an seine Grenzen gehen. „Er ist dann halt schneller am Ziel oder kann seine Trainingseinheiten öfters abspulen, was auch Vorteile bringt“, wie uns der Erich erklärt.

„Bike andHike“ ist die jüngste Errungenschaft für die Freizeitfans. In der Schladming/Dachstein-Region gibt es 24 Stationen, die angefahren werden können – diverse Hütten, die als Stützpunkte gekennzeichnet und auf einer Karte auch eingetragen sind. Dort kann man nicht nur sein Fahrrad abstellen, sondern bekommt auch seinen Akku wieder kostenlos geladen. Erich, der die Projekt-Idee hatte: „Und ich kann in der Zwischenzeit eine Wanderung machen  und weiß, dass mein Rad gesichert ist.“

Mit dem E-Bike wird alles einfacher – vor allem dann, wenn man wenig Zeit hat und viel für seinen Körper tun will.

Stabil auch auf Schotter
Wer dick ist, von dem nimmt man an, dass er auch bequem ist. Beim Fat E-Bike ist das der Fall. Jene in unserer Gruppe, die von Anfang an damit unterwegs waren, wollten es gar nicht mehr hergeben. Schon bergauf bei mehr als 10 Prozent Steigung, viel Schotter und Geröll, also rutschigem Untergrund, ist es in Verbindung mit dem neuen Bosch-Antrieb „Performance Line CX“ optimal. Je mehr Druck (Gas) du gibst, desto mehr Unterstützung vom Motor bekommst du. Bis zu 300 Prozent verstärkt er den Tritt und die Antriebskraft. Und weil die dicken Räder weniger anfällig fürs Durchdrehen sind als die normalen Mountainbike-Reifen, macht das Fat E-Bike das Fahren schon leichter. Es bringt einfach die Kraft viel besser auf den Boden und auch das Anfahren im steilen Gelände ist möglich, mit einem normalen E-Bike nicht. „Vor allem für jene, die wenig geübt sind, aber dennoch hoch hinaus wollen und auch für Frauen“, so der Erich. Denn die dicken Reifen sorgen für viel Stabilität.

Bergauffahren ist das Eine, aber Bergabfahren ist auf rutschigem und unbefestigtem Untergrund auch gefährlicher. Und auch dafür ist das Fat E-Bike das passende Gerät. Denn man bremst leichter und das Handling wird einfacher.

Erich wird im August das Racearound Austria mitfahren – 2.200 Kilometer lang, mit 30.000 Höhenmetern, natürlich mit traditionellem Rennrad. „Bei den CX-Motoren von Bosch gibt es jetzt eben dieses E-MTB. Dabei handelt es sich um eine Software-Geschichte. Die Unterstützung des E-Motors erfolgt stufenlos und gleichsam wie bei einer Automatik. Der Biker nützt den optimalen Druckpunkt. Das ermöglicht ein noch besseres Fahren bei schwierigen Steigungen oder schwierigem Untergrund.“

Steirerbike fertigt auch mit der Welser Firma Nakita ein Fat E-Bike – vom Trend her eben vor allem für den groben Untergrund bestens geeignet. Bei den Modellen gibt es auch eine Sperre für den Sattel. Er wird mit Knopfdruck niedrig gestellt, wenn man bergab fährt, sodass der Fahrer keinen Schlag bekommen kann.

Das Angebot umfasst 25 ausgeschilderte Touren mit insgesamt 930 Kilometern Länge und 25.000 Höhenmetern. Mit Radwegen in allen Schwierigkeitsstufen und einem gut ausgebauten Netz an Verleih- und Ladestationen gibt es dazu beste Voraussetzungen. Im BikeparkPlanai warten zwölf Kilometer Trails auf Downhill-Liebhaber. Auch Einsteiger kommen hier voll auf ihre Rechnung – auf dem Rookie-Trail oder auf der Flowline. Zwölf Hotels in der Region haben sich auf die Bedürfnisse von Bikern spezialisiert und werden als bikerfreundliche Unterkünfte geführt.