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Markante Frontpartie. Ab 10.000 Euro geht‘s los mit der GT-Line. Fotos (2): Heimo Ruschitz

Viel Frischluft durch Schiebedach ...

Viel Frischluft durch Schiebedach ...

Ansprechender Innenraum ...

Ansprechender Innenraum ...

KiaPicanto – Gut gewürzt

Samstag, 15. Juli 2017

Was braucht ein Stadtflitzer?

Jetzt, da wir Sommer haben, braucht ein Stadtflitzer unbedingt genügend Frischluftzufuhr. Und die bekommt man, wenn man bei unserem Testfahrzeug, dem KiaPicanto, das Schiebedach öffnet und auch durch die Klimaanlage entsprechende Frischluft herein strömt. Problemstellung eins also gelöst. Von einem Stadtflitzer kann man dann sprechen, wenn er auch die nötige Beschleunigung drauf hat. Und die ist beim 1,25-Liter-Vierzylinder-Motor mit 84 PS gegeben. Daher ist das Fahrerlebnis absolut solide. Denn vom zweiten bis zum vierten Gang – da verfügt der KiaPicanto über nicht wenig Kraft. Um sich in fremden Städten und Gegenden rasch zurecht zu finden, braucht es natürlich ein Navi. Und auch darüber verfügt unser Picanto mit seinem aufgesetzten Sieben-Zoll-Touchscreen auf dem Armaturenbrett. Und eines muss man ihm auch lassen: Fesch und sympathisch kommt er rüber, mit seiner schicken Linienführung. Unser Testfahrzeug mit der GT-Line wirkt durch die in rot gehaltenen Front-Lufteinlässe wie ein kleiner Haifisch, der immer nach vorne will. Mit seinen 3,6 Metern Länge ist klar, dass der Platz in der zweiten Reihe bei Erwachsenen für kurze Fahrten ausreichend ist, auf längeren Strecken könnte es und wird es auch unbequem werden. Der Kofferraum weist einen doppelten Boden auf, aber Zollkontrollen, wo nach Schmuggelware gesucht wird, sind ohnehin selten geworden. Unterm Strich wirkt der mit vielen Details gewürzte Picanto (Sitzheizung für den Winter, auch fürs Lenkrad, Tempomat, …) sehr erwachsen. Darauf deutet auch die Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h hin, bei einem Verbrauch von knapp 5 Litern auf 100 Kilometern. „Ist das dein neues Auto?“, fragt mich der 4-jährige Nachbarsohn bewundernd. Ich: „Leider nein, nur ausgeborgt.“ Er enttäuscht: „Ach so.“ Hoffte er doch, einmal mitfahren zu dürfen.