Arbeitszeitgesetz flexibler machen

Montag, 14. August 2017

Derzeitige Regelung behindert dringend notwendige Mithilfe kleiner Unternehmen in den Krisenregionen

Außergewöhnliche Umstände erfordern auch außergewöhnliche Maßnahmen! Das stellen die Mitglieder der Krisenstäbe und Einsatzorganisationen, die freiwilligen Helfer und viele mehr derzeit in den von der Unwetterkatastrophe stark gezeichneten steirischen Regionen tagtäglich unter Beweis.

Schnelles Handeln hatte und hat nach wie vor oberste Priorität, vor allem, um auch weitere Schäden zu verhindern.  Das Arbeitszeitgesetz in seiner derzeitigen Form und die drastischen Strafen, die im Falle einer Überschreitung drohen, machen aber auch der größten Hilfsbereitschaft einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Diese Problematik wurde im Zuge der Krisensitzungen von den verantwortlichen Einsatzleitern und Unternehmen aufgezeigt.

Landesrat Johann Seitinger: „Die derzeit geltenden Ausnahmeregelungen gehen einfach nicht weit genug. Es kann wohl nicht im Sinne des Erfinders sein, dass ein regionaler Unternehmer, der gerade ein Rückhaltebecken von Schutt und Geröll befreit, damit die Schutzfunktion wieder schnellstmöglich gegeben ist, seinen Bagger abstellen muss, weil ihm bei Arbeitszeitüberschreitungen hohe Strafen drohen. Gerade der Unternehmer in der Region ist im Notfall unverzichtbar, weil er innerhalb kürzester Zeit vor Ort sein kann.“

Seitinger richtet daher das dringende Ersuchen an den zuständigen Bundesminister Alois Stöger, das Arbeitszeitgesetz für solche speziellen Fälle abzuändern: „Genau in solchen Krisensituationen, wie wir sie derzeit in der Steiermark vorfinden, muss es eine noch größere Flexibilität geben, damit die notwendigen Maßnahmen so schnell und effizient wie möglich durchgeführt werden können.“