Stadt Weiz, Bild: Tourismusverband Weiz

Stadt Weiz, Bild: Tourismusverband Weiz

Einfacher Weg bei Blackout

Montag, 14. August 2017

Die Unwetter werden immer heftiger und haben furchtbare Auswirkungen. Bei diesen Katastrophen können Behörden, Organisationen, Nachbarn, zentralen Stellen helfen, weil die heimgesuchten Gebiete regional begrenzt sind. Sind nun alle 2.100 Gemeinden mit der gesamten Bevölkerung in Österreich von einer Katastrophe gleichzeitig betroffen – so wird es bei einem großflächigen Blackout sein – dann gibt es keine Hilfe von außen! Jede Gemeinde muss sich bei dieser Krise selbst helfen. Trotz gesetzlicher Vorgaben und der sichtbaren Gefahrensignale beachtet noch kaum jemand eine Blackout Vorsorgeplanung als notwendig. Ausnahmen gibt es aber doch.

Die Stadtgemeinde Weiz mit ca 12.300 Einwohnern und die Gemeinde Stubenberg am See mit ca 2.350 Einwohnern setzten Projekte für die Blackout Versorgungssicherheit bereits um. Erstmals wurde in Österreich ein umfassender Blackout Maßnahmenplan mit Freiwilliger Feuerwehr, E-Werk, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Wärmeversorgung erstellt. Dabei zeigte sich, dass mit einer guten, engagierten Zusammenarbeit einfach und rasch ein Blackout-Vorsorgekonzept geplant werden kann.

Die Aufgaben und die Vorgangsweise bei der Projektumsetzung waren in beiden Gemeinden identisch, die Rahmenbedingungen doch sehr unterschiedlich.

Bei einem Blackout Wasser zu haben, WC benützen zu können und sogar mit Wärme versorgt zu sein, das bieten beide Gemeinden der Bevölkerung. Gemeinsam mit den örtlich Verantwortlichen von Feuerwehr, Strom, Wasser, Abwasser, Wärme wurden die IST Analysen durchgeführt. Bereits vorhandene Kraftwerke wurden erhoben und die etwaige Existenz von inselfähigen überprüft. Es folgte die Planung der Maßnahmen, die Ergebnisse wurden in Checklisten, im Projektbericht, in einer Projektpräsentation und im Bevölkerungs-Eigenvorsorge-Ratgeber dokumentiert.

Innerhalb von 4 Monaten wurden beide Projekte abgeschlossen.

Sowohl Weiz als auch Stubenberg sind nun für ein Blackout gerüstet und halten die Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Fernwärme aufrecht. Für die Bevölkerung wird bei einem Blackout eine Einsatzzentrale als Information- und Kommunikationsstelle errichtet.

Blackout, gibt es das überhaupt? Noch nicht eingetreten, aber die Gefahren mehren sich. Täglich müssen in den Leitstellen der Übertragungsnetzbetreiber Maßnahmen ergriffen werden, damit es zu keinem Blackout kommt. Bis jetzt haben die Verantwortlichen die Herausforderungen sehr gut gemeistert.

Neuheit: Blackout resistenter Energiespeicher mit Photovoltaikanlage kommt erstmals in Österreich, im Innovationszentrum Weiz, zum Einsatz damit kann man sich die Stromversorgung auch in der Wohnung, im Betrieb, im Büro, bei Objekten in der Gemeinde, in der Landwirtschaft sichern und hat SONNENSTROM nicht nur im Alltag, sondern auch beim Blackout!

Mit EINEM Projekt unterstützt man den Klimaschutz und erhöht gleichzeitig die Versorgungssicherheit in der Gemeinde, im Betrieb, in der Landwirtschaft, im Haus, in der Wohnung.