ZentralkuechePresseGesprach 25.09.2017, copyright by Foto Fischer, Herrengasse 7 ( Altstadtpassage ),  8010 Graz, Tel.: 0043/ 316/ 82 53 22,  Fax DW4,
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v.l.: Küchenleiter Franz Gerngroß, Sozialamt-Graz-Leiterin Andrea Fink, Stadtrat Kurt Hohensinner und Manuela Reiter (Styria vitalis).

Fotos: Stadt Graz/Fischer

Fotos: Stadt Graz/Fischer

8.000 Portionen für Kinder

Montag, 25. September 2017

„Küche Graz“ bewältigt täglich große Herausforderung

Das 42-köpfige Team der „Küche Graz“ (vormals Zentralküche) mit Küchenleiter Franz Gerngroß hat täglich eine große Herausforderung zu bewältigen. 8.000 Menüs werden täglich von der Körösistraße 127 an Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen, sowie Horte ausgeliefert. „Allen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“, macht man sich keine Illusion. Doch man sei bemüht, so Kurt Hohensinner, der zuständige Stadtrat, die „Verpflegung“ im Sinne einer kindergerechten Ernährung ständig zu verbessern. Man hat in den letzten 33 Monaten in einem Projekt mit der Organisation „Styria vitalis“ den Speiseplan, die Kommunikation zu den Schulen und Kindergärten, aber auch zu den Eltern überarbeitet, um noch besser auf die Bedürfnisse und Essensgewohnheiten der Kinder reagieren zu können.

Mehr Gemüse, mehr Vollkorn, mehr Vielfalt, neue Rezepturen und Zutaten bringen mehr Abwechslung und bessere Speisenkombinationen. Alle Speisen der „Küche Graz“ werden frisch gekocht und ein großer Teil der Produkte stammt aus der Region. Bei der Anlieferung setzt die „Küche Graz“ auf „cook and chill“ – ein Kochsystem, das sich für Großküchen bewährt hat. Dabei wird das Essen wie daheim gekocht, danach aber sofort gekühlt (nicht tiefgefroren). Die Speisen werden am nächsten Tag in die Einrichtungen gebracht und dort zu Mittag schonend erwärmt. Auf diese Weise bleiben Vitamine und Nährstoffe erhalten. Jeden Tag gibt es zwei Menüs zur Auswahl – eines mit und eines ohne Fleisch.

Jeder weiß, dass das Essverhalten von (Klein-)Kindern und Jugendlichen schon die Eltern oft vor große Herausforderungen stellt. Im regelmäßigen Kontakt mit den Pädagogen in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen kommt es zur Erstellung des Speiseplans, der im Rhythmus von 14 Tagen geändert wird.

Großer Wert wird auch auf die entsprechende Ess- und Tischkultur gelegt. Beides hat natürlich Einfluss auf das Essverhalten. Rund ein Drittel der Kinder in den Grazer Schulen nutzt das Essensangebot der Stadt. „Die Tendenz steigt und auch die Zustimmung“, so Stadtrat Kurt Hohensinner. Rund 1,50 Euro kostet die Stadt ein Mittagstisch für die Jugend. Der Beitrag, den die Eltern zahlen, ist sozial gestaffelt.

„Zwei Portionen Spaghetti zubereiten zu müssen, beherrscht nahezu jeder. Aber 690 kg Spaghetti al dente für eine Pasta hinzubekommen – da braucht es schon viel Wissen und Erfahrung“, merkt Küchenchef Franz Gerngroß an.