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Thermenland-Steiermark-Obmann Gernot Deutsch, LR Barbara Eibinger-Miedl und Florian Schwillinsky, Studienautor und Leiter des economixs Institut (v.l.). Foto: geopho

Foto: Thermenland Steiermark/Harald Eisenberger

Foto: Thermenland Steiermark/Harald Eisenberger

Thermenland mobilisiert mit attraktiven Festen

Montag, 30. Oktober 2017

Das Thermenland Steiermark mit seinen Standorten in Loipersdorf, Bad Radkersburg, Bad Waltersdorf, Blumau und Bad Gleichenberg ist neben der Dachstein-Tauern-Region ein „Tourismus-Motor“ für unser Bundesland. Bei der Präsentation einer neuen Wertschöpfungsstudie untermauerten Tourismus-Wirtschafts-Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Thermenland-Steiermark-Obmann Gernot Deutsch diese Tatsache mit entsprechendem Zahlenwerk. 25 Prozent (3 Millionen) aller Nächtigungen in der Steiermark entfallen auf das Thermenland. Die Wertschöpfung im Thermenland beträgt rund 350 Millionen Euro und die Tendenz steigt. Eine Ursache liegt im Veranstaltungsangebot, das auch außerhalb der eigentlichen Thermen-Standorte ständig größer und attraktiver wird. Ob das Terra Vulcania in St. Anna am Aigen ist, die Augustini-Festtage in Fürstenfeld, der Weinkirtag in Klöch, das Schinkenfest in Edelsbach oder das Riegersburg Opening. „Die Menschen engagieren sich mehr und mehr im Tourismus“, so Gernot Deutsch. Das Paradoxon: Die Nächtigungen selbst nehmen zu, die Tagesbesucher in den Thermen gehen zurück, aber das Wertschöpfungsplus im Thermenland gibt es durch das breite Angebot – im Sport, in Kulinarik, Kultur usw. „Wir zeigen in unserer Studie zum Beispiel auf, dass zu den Jazztagen in Fehring auch Gäste von außerhalb der Steiermark und Österreichs anreisen.“ Jede Aktivität im Tourismus mobilisiert und neben den Gästen tragen auch die Südoststeirer selbst durch ihr „Dabeisein-Wollen“ zur Wertschöpfung bei. Der Mehrwert dieses Veranstaltungsangebots schlägt sich auch in der zusätzlichen Wertschöpfung nieder, die von 132.000 bis 1,2 Millionen Euro geht. „Wir haben stichprobenartig elf Veranstaltungen untersucht und es zeigt sich, dass die Veranstaltungen im Bereich Kultur, wie z.B. das Biedermeierfest in Bad Gleichenberg oder die Philharmonischen Klänge, die meiste Wertschöpfung bringen – vor Stadtfesten und Weinfesten“, so Studienautor Florian Schwillinsky vom Institut für Angewandte Wirtschafts- und Sozialforschung. „Nach wie vor ist die Steiermark im Tourismus die Nummer 1 für Gäste aus Österreich und da vor allem aus dem Wiener Raum und Niederösterreich“, bemerkt Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Ein Schwerpunkt ihres Ressorts für die nächsten Jahre ist, die Tourismusbetriebe bei der weiteren Digitalisierung zu fördern und zu unterstützen. „Denn bevor jemand zu einem Urlaub oder einer Reise aufbricht, schaut er sich im Internet ausführlich an, wie es dort ist und was es dort alles gibt. Und da braucht es eben auch die entsprechenden attraktiven Auftritte im Internet.“