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Jung-Dirigent Erich Polz: „Einspringer“ für „Einspringer“

Große Chance für Jung-Dirigenten

Montag, 18. Dezember 2017

styriarte zeigt Verständnis

Eine sympathische, großzügige Geste von styriarte-Intendant Mathis Huber: Er akzeptierte die kurzfristige Absage des vorgesehenen Dirigenten Sascha Goetzel für die drei Konzerte „Wiener Weihnachten“ mit dem Orchester Recreation im Grazer Stefaniensaal. Goetzel soll dem Vernehmen nach überraschend als „Einspringer“ ein internationales Engagement angeboten bekommen haben und die styriarte wollte ihm dabei nicht im Weg stehen. Dafür bekommt der Jung-Dirigent Erich Polz – er kommt aus der bekannten südsteirischen Winzer-Familie – als „Einspringer“ eine große Chance: „Für mich ist es eine Riesen-Möglichkeit. Ich habe einige Stunden überlegt, weil man sich ja auch die Finger verbrennen kann.“ Ihm sei aber natürlich bewusst, dass so manches „Einspringen“ in der Folge dann schon große Dirigenten-Karrieren nach sich gezogen hat. „Die Herausforderung ist aber auch deshalb eine besondere“, so Erich Polz, „weil es sich beim Programm nicht um Stücke handelt, die das Orchester schon gespielt hat und kennt, sondern es sich um Raritäten handelt.“ Konkret geht es zum Beispiel um das Violin-Konzert von Korngold, das Humperdinck-Vorspiel, den Schreker-Walzer, das Kreisler-Schmankerl oder die Reznicek-Ouvertüre. Erich Polz blieben nur wenige Tage Probezeit. Im November hat der Jung-Dirigent Mozarts Requiem im Rahmen der Reihe „Young People’s Concert“ geleitet. styriarte-Intendant Mathis Huber kennt die Qualitäten des aufstrebenden Dirigenten-Talents. Die „Wiener Weihnachten“ mit dem Orchester Recreation gibt es am 18., 19. und 20. 12., jeweils um 19:45 Uhr im Stefaniensaal in Graz.