PK Licht macht Sicher 07.1.22017 Foto Fischer, Herrengasse7, 8010 Graz, Tel.: 0316/ 825322, mail: studio@fotofischer.at

Präsentierten Maßnahmen im Kampf gegen Einbruchskriminalität: Polizei-Sicherheitskoordinator Manuel Leitner, Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl und Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter (v. l.). © Stadt Graz/Foto Fischer

„Machen wir es den Einbrechern so schwer als nur möglich“

Montag, 11. Dezember 2017

Im Rahmen der Initiative „Gemeinsam.sicher in Graz“ präsentierten die Koalitionspartner Bürgermeister Siegfried Nagl und Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio vergangenen Donnerstag mit Vertretern der Polizei und des Vereins „GEMEINSAM.SICHER in Graz“ einen weiteren Schwerpunkt. Dabei geht es um den Einsatz von einfachen Mitteln wie Zeitschaltuhren zur Simulation von Anwesenheit in Wohnräumen durch Licht oder auch TV-Simulatoren. Licht als Beitrag zum subjektiven Sicherheitsgefühl soll auch in Siedlungen durch die Anbringung von LED-Lampen erhöht werden.

Die Zahl der Einbrüche in Graz ist rückläufig. Während im „Spitzenjahr“ 2009 742 derartige Delikte verzeichnet worden waren, sank die Anzahl bis 2016 auf rund 500 und heuer liegt sie sogar deutlich darunter: nämlich um etwa zehn Prozent. Jedoch steigt zwischen Oktober und Februar die Anzahl an Wohnungs- und Wohnhauseinbrüchen („Dämmerungseinbrüche“) generell um zwei Drittel an. Zwischen 17 und 21 Uhr ist dabei der gefährlichste Zeitraum. Doch dagegen kann jede und jeder von uns etwas tun, um das Eigenheim zu schützen. „Die Hinweise und Beobachtungen der Anrainer sind für uns enorm wichtig und helfen uns bei der raschen Aufklärungsarbeit“, betont Polizei-Sicherheitskoordinator Manuel Leitner.  „Es gibt eine aktuelle Studie aus Großbritannien, die einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Licht und Sicherheit nicht bestätigt, wohl aber die positiven Auswirkungen des Lichts auf das subjektive Sicherheitsgefühl“, berichtete Nagl.  Eustacchio präzisierte sein Vorhaben, in Gemeindebau-Siedlungen auf „Lichtsafari“ gehen zu wollen und damit für mehr Beleuchtung zu sorgen: „Wir führen gerade Gespräche und schauen uns an, wo wir dunkle Ecken ausleuchten können. Auch werden wir 2018 mit den Wohnbaugenossenschaften gemeinsam ein Konzept zu verstärkten Anbringung von LED-Lampen, wie wir sie im Volksgarten bereits erfolgreich im Einsatz haben, entwickeln. Hier könnte ich mir vorstellen, dass die Stadt die Anschaffung übernimmt und die Genossenschaften den Betrieb finanzieren.“ Eustacchio berichtete zudem von den Erfolgen, die der Einsatz von Überwachungskameras in den Öffis gebracht haben. Stadtpolizeikommandant, Brigadier Kurt Kemeter, bestätigte das: „Die Zahl der Taschendiebstähle ist seither deutlich zurückgegangen.“

Alle Informationen zum Thema Sicherheit – und es gibt mittlerweile eine ganze Menge – sind im „SINFO“, dem Sicherheitsinformationzentrum Graz, im Gebäude der Feuerwehr am Lendplatz, Keplerstraße 25,  kostenlos erhältlich. Beratungen durch den kriminalpolizeilichen Beratungsdienst finden dienstags, von 15 bis 17 Uhr statt. Die nächsten Termine sind: 12., 19. Dezember sowie 9. Jänner).