kl Wirtschaftsbarometer 2017_07

v.l. WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg freuen sich über die besten Konjunkturdaten seit über zehn Jahren Foto: Fischer

Neue Regierung muss wirtschaftlichen Aufwärtstrend nachhaltig absichern

Dienstag, 05. Dezember 2017

Ob Umsatz, Auftragslage, Preisniveau, Investitionen oder Beschäftigung – sämtliche Konjunkturdaten liegen im aktuellen Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark deutlich im Plus und zeugen von einer neuen konjunkturellen Hochphase. Und zwar sowohl was die Einschätzung der bisherigen Entwicklung als auch was die künftigen Geschäftserwartungen betrifft. Ein Aufwärtstrend, der sich auch bei der Frage nach dem allgemeinen Wirtschaftsklima widerspiegelt: 61,3 Prozent der befragten Unternehmer melden eine Verbesserung, nur 6,6 Prozent eine Verschlechterung.
Unterm Strich ergibt das einen Positivsaldo von +54,7 Prozentpunkten – das ist der beste Wert seit über zehn Jahren! Insgesamt 716 steirische Unternehmer haben an dieser großen Konjunkturumfrage teilgenommen. „Sie spiegelt sämtliche Branchen, Regionen und Betriebsgrößen wider und lässt darüber hinaus auch einen Vergleich mit bundesweiten Daten zu“, erklärt Karl-Heinz Dernoscheg, Direktor der WKO Steiermark. Trotzdem warnt WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk vor voreiligem Jubel: „Die Zahlen sind gut und wir freuen uns darüber. Allerdings braucht es von der künftigen Regierung jetzt auch die richtigen politischen Weichenstellungen um diese positive Wirtschaftsdynamik nachhaltig abzusichern – und zwar durch echte Reformen statt populistischen Ansagen gegen die Kammern.“ Dabei sind unter anderem ein Investionsfreibetrag in Höhe von 30 Prozent, die Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.500 EURO, Senkung der Körperschaftssteuer auf unter 20 Prozent, flexiblere Arbeitszeiten, Forcierung unternehmensnaher Aus- und Weiterbildungen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und eine Reform des Ökostromsystems wichtige Punkte.