Juliane Bogner-Strauß. Foto: STVP/Scheriau

Juliane Bogner-Strauß. Foto: STVP/Scheriau

Mario Kunasek

Mario Kunasek

Beate Hartinger-Klein. Foto: www.patientenlandtag.at

Beate Hartinger-Klein. Foto: www.patientenlandtag.at

Hartwig Löger. Foto: Uniqagroup

Hartwig Löger. Foto: Uniqagroup

Neue Regierung: Steiermark stark vertreten wie nie zuvor

Montag, 18. Dezember 2017

Gleich vier Steirer gibt es in der 16-köpfigen Regierung – so viele, wie nie zuvor.

Beate Hartinger-Klein ist neue Ministerin für Soziales und Gesundheit und kommt aus der FPÖ. Sie gilt als Gesundheitsexpertin, war in frühen Jahren in der steirischen KAGes tätig, saß für die FPÖ im steirischen Landtag (dort Gesundheitssprecherin) und war auch Vize-Generaldirektorin der SVA in der ersten schwarz-blauen Koalition. Auch ihr Exmann ist Experte im Sozial- und Gesundheitswesen. Gerd Hartinger leitet das mehrfach ausgezeichnete Geriatrische Zentrum in Graz-Gries.

Ein weiterer Minister aus der Steiermark ist Mario Kunsaek. Der steirische FPÖ-Chef – er ist von Beruf her Stabsunteroffizier – übernimmt das Amt des Verteidigungsministers. Kunasek war bisher Oppositionschef der steirischen Freiheitlichen im Landtag. Gut möglich, dass er sich als Verteidigungsminister ein entsprechendes Image aufbaut und für die Landtagswahl 2020 als Spitzenkandidat der FPÖ in die Steiermark zurück kehrt. Als erfolgreicher Minister wäre er dann ein ernsthafter Herausforderer für Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Dieser überlegt ja, sich noch einmal der LH-Wahl zu stellen.

Juliane Bogner-Strauß ist ein bisher völlig unbekanntes Blatt in der Politik gewesen. Sie kam erst im letzten Abdruck an wählbare Stelle auf die steirische VP-Liste – offensichtlich damals auf Wunsch von Sebastian Kurz. Hermann Schützenhöfer hatte sie nie auf seiner Liste. Die Grazer Molekularbiologin Juliane Bogner-Strauß ist Frauen- und Familienministerin. Die Wissenschaft übernimmt sie nicht.

Der gebürtige Admonter Hartwig Löger war bis letzte Woche Vorsitzender der Uniqa-Versicherung. Er ist noch amtierender Präsident der Sportuinion, einer der drei großen Breitensport-Dachverbände. Die ÖVP-Minister haben eines gemeinsam: Sebastian Kurz und sein Führungskreis haben für die Regierungsmitglieder vorsorglich bereits deren Kabinettschefs und führenden Mitarbeiterstab ausgewählt gehabt. Damit können die Newcomer sich sofort auf ein eingearbeitetes Umfeld im jeweiligen Ressort verlassen. Auf der anderen Seite drückt das aber auch die Abhängigkeit der Minister von der „Kurz-Gang“ aus, wie Neos-Chef Strolz den inneren Führungszirkel der neuen türkisen Regierungsriege nennt.