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Oliver Wieser, 44, ist ein Quereinsteiger, von Beruf bisher Professor am Campus 02 (scheidet nun aber aus) und ist seit 2015 Landtagsabgeordneter der SPÖ.

Oliver Wiser, LH-Stv. Michael Schickhofer und Max Lercher (v.l.).

Oliver Wiser, LH-Stv. Michael Schickhofer und Max Lercher (v.l.).

Neo-SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher

Neo-SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher

... beim Pressegspräch in der steirischen Landesparteizentrale in Graz.

... beim Pressegspräch in der steirischen Landesparteizentrale in Graz.

Neuer steirischer SPÖ-Geschäftsführer: „Politik kein Ponyhof“

Freitag, 22. Dezember 2017

Nach der Bestellung und Wahl von Max Lercher zum Bundesgeschäftsführer der SPÖ folgt Oliver Wieser, 44. Er ist ein Quereinsteiger, von Beruf bisher Professor am Campus 02 (scheidet nun aber aus) und ist seit 2015 Landtagsabgeordneter der SPÖ. Wieser stieß erst 2015 zur steirischen SPÖ, als diese im Zuge des Landtagswahlkampfs auch Nichtparteileuten eine Chance bot, sich um ein politisches Amt zu bewerben. Politisch kann man ihn daher als Blitzaufsteiger bezeichnen. „Auch wenn ich erst seit zweieinhalb Jahren dabei bin, weiß ich, dass die Politik kein Ponyhof ist“, erklärt der neue SPÖ-Landesgeschäftsführer. Als FH-Professor waren seine Spezialgebiete die Bereiche Strategie, Marketing, Vertrieb, Organisation und Motivation. Dieses Wissen und Know-how hoffe er, auch in seiner künftigen Funktion einbringen zu können und damit ein großes Ziel zu schaffen: Die Landtagswahl im Jahr 2020 zu gewinnen und die SPÖ neuerlich zur stimmenstärksten Partei zu machen.

SPÖ-Chef Michael Schickhofer sieht, darauf hin angesprochen, keine Anzeichen, dass durch die türkis-blaue Koalition in Wien die Koalition der SPÖ mit der steirischen ÖVP im Lande unter Druck kommen werde. Man werde den gemeinsam eingeschlagenen Weg in der Steiermark fortsetzen. Eher ausweichend antwortet er auf die Frage, was denn sein werde, wenn es um konkrete Themen wie zum Bespiel die Mindestsicherung gehen werde. Die neue Bundesregierung will ja für Asylberechtigte und Asylwerber die Mindestsicherung einschränken und kürzen. Schützenhöfer und Schickhofer haben erst in jüngerer Vergangenheit in der Landesregierung keinen Schritt in diese Richtung gesetzt. „Ich gehe davon aus, dass sich daran nichts ändern wird“, so Schickhofer. Und zur türkis-blauen Koalition – sie sei stark „retro“ ausgerichtet – meint Schickhofer: „Wir werden der sozialen Kälte und dem Rückfall in frühere Zeiten ein steirisches Bild der guten Zukunft mit Aufbruchstimmung entgegensetzen.“

„Bewegungen“ liegen momentan im Trend, die ÖVP mit Sebastian Kurz ist ein erfolgreiches Beispiel dafür. Nun will auch Neo-SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher seine Partei wieder zu einer starken Bewegung machen: „Die sozialdemokratische Bewegung muss sich weiter öffnen und auf die Zivilgesellschaft zugehen. Auf Bundesebene müssen wir jetzt eine kantige Opposition leben – Verfehlungen der neuen Regierung aufzeigen und den Menschen gleichzeitig eine echte Alternative anbieten. Vom System wieder zur Alternative werden – das ist unsere Aufgabe für die nächsten Jahre. Mehr lebendige Bewegung – weniger starre Partei, dahin muss die Entwicklung in der SPÖ gehen.“