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Dariusz Perczak (Eugen Onegin), Oksana Sekerina (Tatjana). Fotos: Werner Kmetitsch

Alexey Birkus (Fürst Gremin), Oksana Sekerina (Tatjana), Chor der Oper Graz

Alexey Birkus (Fürst Gremin), Oksana Sekerina (Tatjana), Chor der Oper Graz

Oksana Sekerina (Tatjana), Chor der Oper Graz

Oksana Sekerina (Tatjana), Chor der Oper Graz

Pavel Petrov (Lenski)

Pavel Petrov (Lenski)

Viel positive Resonanz von Oksana Lynivs Opernpremiere

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Überwiegend positive Reaktionen gibt es auf den „Opern-Premierenauftritt“ der neuen Grazer Chefdirigentin Oksana Lyniv in Peter I. Tschaikowskis „Eugen Onegin“. Auch die Inszenierung der tragischen Liebesgeschichte von der international gefragten Regisseurin Jetske Mijnssen, die zuletzt große Erfolge u. a. in Hamburg und Zürich feierte, wird vom Publikum und von Kritikern wohlwollend aufgenommen.

So heißt es in der Kronen Zeitung: „[…] Die Dirigentin sorgt für die Farben im romantischen Kammerspiel und versucht, die ganze Bandbreite von Tschaikowskys Musik einzufangen. […] Das größte Plus ist die Klangkultur, welche die Grazer Philharmoniker unter Lynivs Dirigat sowohl für das Sensible wie das Hitzige aufbieten.“

Die Zeitung „Österreich“ schreibt: „[…] Einspringer Dariusz Perczak und Tatjana Oksana Sekerina überzeugten in ihrer leidenschaftlichen Darstellung, Sekerina auch mit einer fulminanten Briefszene. Die neue Musikchefin Oksana Lyniv fächerte alle Facetten der Musik von Peter I. Tschaikowsky mit großer Leidenschaft auf – die Regie von Jetske Mijnssen siedelte die Handlung in einem zeitlosen Rahmen an, sehr schön die Kostüme von Dieuweke van Reij – am Ende anhaltender Jubel“

In der „Kleinen Zeitung“ heißt es: „[…] Die Russin Oksana Sekerina gibt die verträumte Tatjana mit inniger Leidenschaft und reifem Sopran. Speziell zu Herzen geht ihre Melancholie in der Briefszene […]. […] Yuan Zhang gibt keck den Flattervogel Olga. Überzeugend auch der Rest des Ensembles um Manuel von Senden, der als Triquet im Clownskostüm […] Tatjana zur zersägten Jungfrau macht. Bei Ihrer ersten Premiere als neue Chefdirigentin gab Oksana Lyniv ihrer `Traumoper von Kindheit an´ mit Feinarbeit an der vielgestaltigen, vielfarbigen Partitur Kontur. Sie zeigte, wie Tschaikowski mit aufwühlenden, lyrischen, resignierenden Orchesterklängen das Hoffen, Lieben, Taumeln der vier Hauptprotagonisten spiegelt.“

Die FAZ schreibt: „[…] Mit präziser, energetischer Zeichengebung führt sie (Oksana Lyniv) das klanglich gut abgestimme Ensemble sicher durch die Partitur. Viele Passagen dirigiert Lyniv alla breve, wodurch sie einen sogartigen Fluss erzeugt.“

Kurz zum Inhalt der Liebesgeschichte:
Vier junge Menschen begegnen sich und werden einander zum Schicksal. Tatjana lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Olga auf dem Landsitz der Familie. Nur ihre Bücher geben der jungen Frau die Möglichkeit, der Tristesse des eintönigen Landlebens zu entfliehen. Als Lenski seinen Freund Eugen Onegin seiner Verlobten Olga und Tatjana vorstellt, projiziert Tatjana ihre Sehnsüchte auf den fremden Mann. Sie nimmt ihren ganzen Mut zusammen, ihm einen Brief zu schreiben … Kurz nach dieser Begegnung eskalieren die Erwartungen und Wünsche der vier jungen Menschen, und die extremsten Seelenzustände brechen nun ungebremst hervor, formen ein Kaleidoskop voller Melancholie, Fragilität und Poesie, das in unvergleichbarer Musik ihren Widerhall findet und im Tod eines Freundes endet. Kann die Ungleichzeitigkeit der Liebe Tatjanas und Onegins doch noch überwunden werden?

Weitere Vorstellungen: Do 21. Dez 2017, So 7. Jän 2018, Mi 17. Jän 2018,  Mi 31. Jän 2018. Sa 3. Feb 2018, Fr 9. Feb 2018, So 4. Mär 2018, Fr 23. Mär 2018, So 15. Apr 2018 und Mi 25. Apr 2018. Infos: https://www.oper-graz.com/production-details/eugen-onegin