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Leonardo da Vinchis „Salvator mundi“ bei Christies in New York versteigert ...

700 Millionen muss ein anderer Fußballclub an Barcelona überweisen, sollte man wollen, dass der Argentinier, genannt auch der Floh, künftig seine Fußballkunst all inclusive, also auch mit (möglicherweise entscheidenden) Toren, bei einem neuen Arbeitgeberzum Besten gibt. Unsere (kapitalistische) Welt gerät aus den Fugen.

700 Millionen muss ein anderer Fußballclub an Barcelona überweisen, sollte man wollen, dass der Argentinier, genannt auch der Floh, künftig seine Fußballkunst all inclusive, also auch mit (möglicherweise entscheidenden) Toren, bei einem neuen Arbeitgeberzum Besten gibt. Unsere (kapitalistische) Welt gerät aus den Fugen.

Welt aus den Fugen

Samstag, 02. Dezember 2017

Für 450 Millionen –ob Dollar oder Euro, ist nicht wirklich mehr maßgeblich – wurde Leonardo da Vincis „Salvator mundi“ bei Christies in New York versteigert.

Nun zu einem „Lebenden“: 700 Millionen muss ein anderer Fußballclub an Barcelona überweisen, sollte man wollen, dass der Argentinier, genannt auch der Floh, künftig seine Fußballkunst all inclusive, also auch mit (möglicherweise entscheidenden) Toren, bei einem neuen Arbeitgeberzum Besten gibt. Unsere (kapitalistische) Welt gerät aus den Fugen.

Mehr soziale Balance, Vernunft, Leistungsbereitschaft, Verantwortung, Fairness, Respekt fordern die Verantwortlichen – von Politikern bis zu den Ikonen des Reichtums, wie Bill Gates oder George Soros, aber auch Donald Trump – für die „Weltgesellschaft ein.

Zurück nach Österreich, dem Froschteich, in dem wir leben. In einer Ö1 Diskussion forderte kürzlich der SPÖ-Linke und Ex-Nationalratsabgeordnete Czap, dass man dem „1 Prozent der Reichen“ künftig mehr Steuerabgaben zumuten könne und muss als bisher( im Sinne der Fairness und dem Grundgedanken in der Verfassung „Eigentum verpflichtet“). Ex-FPÖ Justizministerund Rechtsanwalt Böhmdorfer, er war einer der Mitdiskutanten, forderte seinerseits Czap auf, wenigsten nur einen „Namen zu nennen, wer diese Reichen sind“. Czap tat dies nicht, sprach weiterhin allgemein von „Industriefamilien“. Böhmdorfer, leicht triumphierend sinngemäß, „so sei das mit unbewiesenen Behauptungen“. Mehr Zynismus in einer Antwort geht kaum. Eine andere Interpretation dieser Antwort ist auszuschließen, denn dann müsste man sich der Intelligenzforschung und deren Erkenntnissen zuwenden oder den Ex-Minister ermuntern doch von Zeit zu Zeit doch die Weltnachrichten zu verfolgen.

Das Amüsante an da Vinci und Messi: der eine war und der andere ist genial in dem, was er tut. Der „lebendige“ Messi hat noch mehr Marktwert als „ der längst Verstorbene“. Mit dem Handicap, dass die Kunst des Leonardo da Vinci im Wert noch steigen wird, seine, Messis, nicht mehr. Wir können aber hoffen, dass da Vincis „Salvator mundi“ einmal jemand ersteigert, zu welchem Preis auch immer, der tatsächlich dann der „Retter der Welt“ ist. Das 1958 für 45 englische Pfund ersteigerte Werk wäre dann wirklich sein Geld wert gewesen.