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KAGes-Vorstandsdirektor Ernst Fartek, Personalmanagement-Leiterin Christina Grünauer-Leisenberger, Stv. Zentralbetriebsratsvorsitzende Ingeborg Zadravec, Pflegedirektorin Christa Tax, LR Christopher Drexler und KAGes-Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg (v.l.). Foto: KAGes/LPD

KAGes: Pflege im Fokus

Freitag, 26. Januar 2018

Ein „Lebensphasenorientiertes Attraktivitätsprogramm“ verbessert die Arbeitsbedingungen und work-life-balance in der KAGes für über 8.500 Mitarbeiter in den Pflegeberufen. Die Maßnahmen gehen in den 12 Landeskrankenhäusern an 22 Standorten und in den vier Landespflegezentren mit Jahresbeginn Schritt für Schritt in die Umsetzung, Gehaltserhöhungen sind seit Juli 2017 wirksam.

Seit Oktober 2015 erarbeiteten Experten, Mitarbeiter und Praktiker in Fokus- und Arbeitsgruppen das „Lebensphasenorientierte Attraktivitätsprogramm“ für die PflegedienstmitarbeiterInnen in der KAGes. Dabei handelte es sich um einen intensiv gestalteten Beteiligungsprozess unter Einbeziehung aller Berufsgruppen der Pflegeberufe. Die KAGes startete dieses Programm trotz – oder gerade aufgrund- einer guten Ausgangssituation: Die Stellen in der Berufsgruppe der Pflege sind in den letzten 5 Jahren kontinuierlich zu 98% besetzt, die Krankenstandsquote liegt KAGes-weit unter 5%, die Fluktuation liegt weit unter 10%. Davon ausgehend verfolgt die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H (KAGes) mit dieser Programmarbeit das Ziel, auch mittel- und langfristig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, um die bestmögliche Patientenversorgung gewährleisten zu können. Das „Lebensphasenorientierte Attraktivitätsprogramm“ berücksichtigt die gegenwärtigen und kommenden fachlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Der Altersdurchschnitt steigt sowohl bei Mitarbeitern und Patienten und muss in der Arbeitsorganisation, der Dienstplanung wie auch in der künftigen Ausrichtung der Pflege (wie z.B. der Pflege von Demenzkranken) Berücksichtigung finden. Der spezifisch hohe Frauenanteil in den Pflegeberufen und der Wunsch vieler Mitarbeiter, Arbeits- und Privatleben in besseren Einklang zu bringen (work-life-balance) sowie die Anforderungen junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an eine ausbildungsadäquate Tätigkeit in einem wertschätzenden Umfeld müssen berücksichtigt werden, um den Pflegeberuf nachhaltig attraktiv zu machen.