ERÖ_Zentrum-Suchtmedizin_LKHGSW_StandortSüd_Pachernegg02

Neubau "Zentrum für Suchtmedizin" am LKH Graz Süd-West Foto: Pachernegg

Holzbau der Ausweichstation

Holzbau der Ausweichstation

v.l. Ärztlicher Direktor LKH Graz Süd-West Michael Lehofer, Landesrat Drexler, Präsident der Landwirschaftskammer Stmk. Franz Titschenbacher in der Ausweichstation. In der Landwirtschaftskammer
ist Holz bzw. Forst und Wald ein wichtiges Thema.

v.l. Ärztlicher Direktor LKH Graz Süd-West Michael Lehofer, Landesrat Drexler, Präsident der Landwirschaftskammer Stmk. Franz Titschenbacher in der Ausweichstation. In der Landwirtschaftskammer ist Holz bzw. Forst und Wald ein wichtiges Thema.

v.l. Geschäftsführender Gesellschafter der Strobl Bau Holzbau GmbH Johann Harrer, Eigentümer der Mayr-Melnhof Holz AG Franz Mayr-Melnhof, GF der sps-Architekten zt GmbH Simon Speigner

v.l. Geschäftsführender Gesellschafter der Strobl Bau Holzbau GmbH Johann Harrer, Eigentümer der Mayr-Melnhof Holz AG Franz Mayr-Melnhof, GF der sps-Architekten zt GmbH Simon Speigner

Qualitätssprung für steirische Suchtkranke

Mittwoch, 17. Januar 2018

Die persönliche Begegnung ist ein wesentliches Erfolgskriterium in der Behandlung suchterkrankter Patienten. Dies erfordert u. a. kleinräumige Behandlungseinheiten. Dank der neuen räumlichen und infrastrukturellen Möglichkeiten bietet der Neubau des Zentrums für Suchtmedizin am LKH Graz Süd-West höhere Standards und ein deutlich verbessertes Behandlungsumfeld in der Versorgung der südostösterreichischen Suchtkranken. Dadurch kann auf die verschiedenen Suchtformen und unterschiedlichen Stadien therapeutisch wesentlich gezielter eingegangen werden.

Als erster Schritt in der Modernisierung des Zentrums für Suchtmedizin wurde der Zubau zum bestehenden A-Gebäude fertiggestellt und geht mit Februar in Betrieb. Die Sanierung des Altbestandes erfolgt im Anschluss und wird mit Mitte 2020 fertiggestellt. Insgesamt werden in die Modernisierung des Zentrums für Suchtmedizin knapp 26 Millionen Euro, davon knapp 16,7 Millionen für den Zubau, investiert. Die 120 Gesamtbehandlungsplätze verteilen sich auf 108 Betten und 12 Tagesklinikplätze in drei Pflegeeinheiten. Das Zentrum für Suchtmedizin bietet mit Zwei-Bettzimmern mit integrierter Sanitärzelle den Patienten einen österreichweit beispielgebenden Standard. Zusätzlich sind vier Ein-Bettzimmer als Sonderklassezimmer vorgesehen. Im neuen Haus werden nichttherapiegebundene Zeiten wie Essenszeiten und Freizeit in größeren Einheiten verbracht.

Die KAGes-Vorstände, Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg und der Vorstand für Finanzen und Technik Ernst Fartek unterstreichen die besondere Bedeutung dieses Bauprojektes: „Mit den räumlichen Voraussetzungen wird es deutlich leichter, den vielseitigen und herausfordernden Aufgaben einer modernen Therapie für Suchtkranke auf Basis zeitgemäßer Standards zu entsprechen. Damit setzen wir in der Betreuung suchterkrankter Patienten für den süd-ost-österreichischen Raum neue Maßstäbe.“

Mit dem Bauprogramm „Süd 2020“ wird der Standort Graz Süd in den kommenden Jahren modernisiert. Um diese große Bauvorhaben unter der Prämisse einer reibungslosen Patientenversorgung durchführen zu können, wurde eine Ausweichstation als Rangierfläche für temporär zu verlegende Stationen errichtet. Diese Ausweichstation besticht durch ihre bemerkenswerte Holzarchitektur und funktionale Nutzbarkeit. Die gewählte ökologische Holzmodulbauweise ist für den Rückbau besser geeignet als eine Massivbauweise und wurde auch im Sinne einer kurzen Bauzeit mit hoher Vorfertigung ausgewählt. Die Ausweichstation bietet auf einer Bruttogeschossfläche von 1.666 m² Platz für 36 Betten. Eine flexible Teilbarkeit der Raumstruktur in bis zu drei Bereiche ist möglich, um die verschiedenen flexiblen Anforderungen der Stationen erfüllen zu können. Das Resultat verströmt eine einnehmende Wärme und angenehm natürliche Ästhetik. Die Baukosten betrugen 4,65 Mio. €. Der Generalunternehmer Strobl Bau- Holzbau GmbH in Weiz arbeitete an diesem Projekt mit dem renommierten Unternehmen Mayr-Melnhof zusammen, der das Holz für den Bau lieferte. Für die Planung wurde das Architekturbüro SPS-Architekten ZT aus Thalgau beauftragt.