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Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse, Manfred Rapf, Generaldirektor der Sparkassen Versicherung und Paul Eiselsberg, Research Director IMAS (v.l.).

Steirer zweifeln am Auskommen mit gesetzlicher Pension

Mittwoch, 17. Januar 2018

Steiermärkische Sparkasse und S-Versicherung

Es wird seit Jahren von den Versicherungen und Banken darauf hingewiesen und damit geworben: Die gesetzliche Pension könnte für den „dritten Lebensabschnitt“ nicht reichen. Daher empfiehlt und trommelt die Geld- und Versicherungsbranche dafür, sich eine finanzielle Vorsorge anzusparen. Die Warnungen fruchten offensichtlich. Rund drei Viertel der Steirer glauben nicht mehr daran, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung alleine mit der staatlichen Pension ihren Lebensstandard halten werden können. Nicht zuletzt aufgrund der erzeugten Stimmung in der Bevölkerung blicken 32 Prozent sogar mit Sorge auf den Zeitraum der nächsten zehn Jahre. Ein Teil der Bevölkerung fürchten, dass man mit dem als zu schnell empfundenen Wandel der Gesellschaft nicht mehr Schritt halten kann.

Für mittlerweile acht von zehn Befragten in der Steiermark ist die finanzielle Vorsorge eher wichtig (80 %), für über zwei Fünftel sogar sehr wichtig (45 %). Dieses Umfrageergebnis präsentierten heute in Graz Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkische Sparkasse und Manfred Rapf, Generaldirektor der Sparkassen Versicherung. Auffällig ist, dass österreichweit gerade die junge Generation, also die 16- bis 29-Jährigen, dem Thema Vorsorge besonders aufgeschlossen begegnen. Entsprechend stimmen 43 % der Befragten der Aussage sehr stark zu, dass die private Vorsorge immer wichtiger wird.

In unsicheren Zeiten wie diesen: Sicher scheint nur die Pensionslücke. Wie groß sie sein wird, wie wirksam und wie „hilfreich“ die Privatperson für den Lebensstandard sein wird, weiß heute niemand. Daher raten nicht wenige Finanzexperten auch Abschluss einer Lebensversicherung ab und empfehlen andere Geldanlage-Modelle.

Sicherheit geht vor Rendite
Sieht man sich das tatsächliche Anlageverhalten genauer an, zeigt sich, dass den Steirern bei der Veranlagung von Geld ganz klar Sicherheit vor Rendite geht. Bei der Wahl zwischen diesen beiden Faktoren sprechen sich 58 % für die Sicherheit aus. 28 % präferieren eine ausgewogene Veranlagung und nur eine Minderheit von 8 % setzt eher auf eine hohe bzw. höchstmögliche Rendite. Gerhad Fabisch: „Diversifikation ist das Allerwichtigste bei der Vorsorge – niemals alles auf eine Karte setzen.“ Bei einem EZB-Leitzins von 0 % ist der Kaufkraftverlust (Inflation 2,6 %) beim klassischen Sparen allgegenwärtig. „Neben den liquiden Mitteln, die man für Notfälle des Alltags braucht, sollte man sich mit seinem Betreuer eine langfristige Strategie überlegen, um zumindest die Inflation auszugleichen.“