Beroicht

LR Anton Lang (Mitte) mit Simone Skalicki (Abt. 15, Leiterin Referat Sanierung & Ökoförderung) und Dieter Preiß (Abt. 15, Referat Energietechnik & Klimaschutz). Foto: Land Steiermark/Strasser

LR Anton Lang (Mitte) mit Simone Skalicki (Abt. 15, Leiterin Referat Sanierung & Ökoförderung) und Dieter Preiß (Abt. 15, Referat Energietechnik & Klimaschutz). Foto: Land Steiermark/Strasser

Über 10 Mio. Euro für Verbesserung der Luftqualität

Montag, 15. Januar 2018

„Im abgelaufenen Jahr 2017 wurde durch attraktive Fördermaßnahmen für hocheffiziente und erneuerbare Heiz- und Energiesysteme wie Fernwärme, Solar, Biomasse und Wärmepumpen sowie Elektromobilität wesentlich zur Verbesserung der Luftqualität und zur Erreichung unserer Klimaziele beigetragen. Es wurden rund 10,3 Mio. Euro in diese Förderungen investiert wurden“, zog Landesrat für Umwelt und Erneuerbare Energie Anton Lang Bilanz über die Ökoförderungen, die seitens des Landes im Jahr 2017 im Sinne des Klimaschutzes und der Luftreinhaltung ausgeschüttet wurden. Gemeinsam mit Simone Skalicki (Leiterin des Referates Sanierung & Ökoförderung) und Dieter Preiß (Referat Energietechnik & Klimaschutz) präsentierte er gleichzeitig auch einen Ausblick auf die Schwerpunkte und Förderprogramme für die kommenden Jahre.

Im Bereich der Umwelt- und Energieförderungen richtet sich das Land nach den Zielen und Vorgaben des steirischen Luftreinhalteprogrammes und des Klimaschutzes. „Unsere Experten legen diesbezüglich jedes Jahr die entsprechenden Schwerpunkte, Kriterien und Förderhöhen fest“, betont LR Anton Lang. „Die Fördermechanismen – Förderhöhe, einfache Abwicklung, Stand der Technik etc. – werden dabei vor allem auf die jeweiligen Zielgruppen hin abgestimmt.“ Damit wurde ein sehr dynamisches, effizientes System – ausgerichtet auf neue Entwicklungen im technischen wie auch sozialen Bereich – geschaffen. „Dieses System hat sich als sehr zielführend und im Vergleich mit anderen Ländern als sehr erfolgreich etabliert.“

Eine Förderung müsse vor allem eine Entscheidungshilfe sein und dürfe nicht zu einem „Quasi“-Belohnungssystem werden. „Sprich eine Förderung soll ein Entscheidungsfaktor sein, wenn es etwa um die Wahl eines Heizsystems geht, also z.B. Öl oder Biomasse“, so LR Anton Lang. „Die Förderhöhen müssen entsprechend diesen Schwerpunkten attraktiv genug sein, um ihre Wirkung bei der Erreichung unserer Umwelt- und Klimaziele zu entfalten. Ich bin daher ein entschiedener Gegner von Programmen, bei denen die geringe Höhe der Förderung kein Kriterium darstellt und man sich für eine bereits getroffene Systementscheidung noch einen Förderbeitrag quasi als Belohnung abholt. Das kostet Geld und zeigt keine Wirkung.“

Auch die Zielgruppen und die soziale Ausrichtung sind Lang ein großes Anliegen. „Waren es in den vergangenen Jahren in erster Linie die klassischen Einfamilienhausbesitzer, die als Förderwerber in Erscheinung traten, so wollen wir mit unseren neuen Programmen gezielt auch Mieter und Eigentümer im Wohnbau ansprechen, die bis dato keine Möglichkeit hatten, selbst aktiv zu werden. Ich denke da zum Beispiel an den Heizungstausch oder an Photovoltaikanlagen, wo gerade der klassische Mieter im Geschoßwohnbau aus rechtlichen oder organisatorischen Gründen von Fördermodellen praktisch ausgeschlossen war. Besonders berücksichtigt wird dieser Aspekt in der seit 1. Jänner 2018 geltenden Förderung für den Tausch alter Heizkessel mit rund 5.000 Euro., durch die ein hoher Anreiz für Wohnbauträger besteht, ineffiziente alte Heizanlagen umzurüsten. Damit kommen auch die Mieter in den Genuss verringerter Heizkosten.“