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ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger beim Lokalaugenschein in Graz. An der Ecke Brockmanngasse/Conrad-von-Hötzendorf-Straße ist der Schutzwege nach einer Fahrbahnsanierung teilweise erst gar nicht mehr wiederhergestellt worden. Foto: ARBÖ/KK

Viele Schutzwege in Graz sichtbar unsicher

Freitag, 30. März 2018

Die Bodenmarkierungsverordnung in der aktuellen Fassung normiert in §3 Abs. 2 unmissverständlich: Bodenmarkierungen müssen deutlich als solche erkennbar sein. In Graz dürfte man es mit dieser rechtlichen Vorgabe nicht ganz so genau nehmen. Vermutet zumindest der ARBÖ. „Egal ob Parkzonen, Schutzwege oder Fahrradwege. In Graz dürfte auf die Erkennbarkeit von rechtlich relevanten Bodenmarkierungen nicht allzu großer Wert gelegt werden. Denn an vielen Stellen sind sie entweder nur mehr ganz schwer oder überhaupt nicht mehr sichtbar“, kritisiert der steirische ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger. Vor allem die „Verwahrlosung“ von vielen Schutzwegen stößt Eichberger sauer auf: „Hier geht es ja um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. In Graz hat es in den letzten Monaten immer wieder schwere Unfälle auf und rund um Schutzwege gegeben. Da sollte dieses Thema bei den Verantwortlichen doch eigentlich oberste Priorität haben. Denn mittlerweile ist ja mit freiem Auge erkennbar, dass viele Schutzwege für den motorisierten Verkehrsteilnehmer als solche nicht mehr rechtzeitig sichtbar sind.“

Pro Jahr verunglücken österreichweit rund 4.300 Fußgänger im Straßenverkehr. Davon knapp über tausend Fußgänger auf Schutzwegen. „Das Gefahrenpotenzial, das von nicht ausreichend gekennzeichneten Schutzwegen ausgeht, ist also enorm“, so der ARBÖ­Präsident. Er fordert die Verantwortlichen in Graz daher auf, alle Schutzwege in der Murmetropole rasch einer Evaluierung zu unterziehen und mangelhafte Markierungen umgehend zu sanieren, denn „derzeit sind viele Zebrastreifen in Graz sichtbar unsicher.“