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v.l.: Manfred Freitag, Vorstand Kelag; Markus Ritter, Vorstand der C&P Immobilien AG; Adolf Melcher, Geschäftsführer KELAG Wärme GmbH; Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich Foto: C&P Immobilien AG/ photoworkers.at

C&P-Führungsduo Schober-Plankl
(li), Ritter beim Spatenstich 2016

C&P-Führungsduo Schober-Plankl (li), Ritter beim Spatenstich 2016

Die WIKI-Kinderbetreuung im Brauquartier bietet einen Ort zum Spielen, Entdecken und Lernen. Foto: photoworkers

Die WIKI-Kinderbetreuung im Brauquartier bietet einen Ort zum Spielen, Entdecken und Lernen. Foto: photoworkers

"Großzügige Gemeinschaftsflächen sollen das Miteinander fördern", so Markus Ritter

"Großzügige Gemeinschaftsflächen sollen das Miteinander fördern", so Markus Ritter

Das Brauquartier in Graz-Puntigam füllt sich

Freitag, 06. April 2018

„Anfangs waren wir durch unsere neuen Nachbarn mit einer völlig neuen Situation konfrontiert und spielten zunächst mit dem Gedanken, eine hohe Mauer zu bauen, um die Brauerei vom Wohnkomplex zu trennen“, scherzt Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich jüngst vor Journalisten im Brauquartier Graz-Puntigam. Statt einer „Mauer“ und „Trennung“ wurde daraus ein gemeinsames Projekt.

„In Kooperation mit der Kelag Wärme GmbH und der Brau Union ist es uns miteinander gelungen ein innovatives Energiekonzept zu realisieren“, freut sich Markus Ritter, Initiator des Brauquartiers sowie Gründer und Vorstandsvorsitzender der C&P Immobilien AG. Das Brauquartier ist das neue Zentrum des Bezirks Puntigam. Im Endausbau (bis 2021) umfasst es 800 Wohnungen (350 bereits vermietet) mit großzügigen Gemeinschaftsflächen sowie ein großes Raumangebot für Büros und Gewerbe.

Seit Dezember 2017 füllt sich das Brauquartier langsam. Bereits eingezogen sind die WIKI Kinderbetreuung, der IT-Spezialist Bechtle, das Fitnessstudio CFG Bodyfit Clever Fit sowie die Allianz Elementar Versicherung. In den nächsten Monaten folgen weitere Unternehmen. Mit dem „No way out – Premium Escape Game“ eröffnet das größte und modernste Live-Adventure-Game Österreichs auf rund 600 Quadratmetern.

Die Abwärme aus dem Gärprozess der Brauerei dient als Energiequelle für die Heizung und Warmwasserversorgung im Brauquartier. „Wir werden im Endausbau etwa 3,8 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr liefern“, berichtet Kelag-Geschäftsführer Adolf Melcher. Damit wird der der komplette Bedarf gedeckt. Für den Fall von Versorgungsengpässen kann man auch das Fernwärmenetz der Stadt Graz nutzen.

Auf dem obersten 6. Geschoß des C&P-Büros hat man auf der Eventterrasse einen herrlichen Ausblick. „Man sieht sogar den Schlossberg und im Süden bis nach Slowenien“, schwärmt Markus Ritter. Geschäftlich ist C&P seit fünf Jahren nicht nach Süden, sondern auch nach Norden ausgerichtet: „Wir haben fünf Projekte in Berlin abgewickelt, anfangs Bestandsobjekte gekauft, teilsaniert und wieder verkauft – Altbauten sowie Plattenbauten. In den letzten zwei Jahren auch Neubauprojekte: eines in Treptow-Köpenick mit 35 Wohneinheiten und ein weiteres in Friedrichsfelde mit etwa 30 Wohneinheiten. Keine andere Stadt auf der Welt entwickelte sich im Baubereich so explosionsartig wie Berlin. Die Metropole war viele Jahre durch die Mauer in ihrer Entwicklung gehemmt, was sich nach dem Fall der Mauer schlagartig änderte und Freiraum zur Entfaltung und Wachstum gab. Ich sehe auch großes Potential in deutschen Städten in der Größenordnung von Graz, und davon gibt es einige, vor allem in Nordrhein-Westfalen.“