von links: Jakob Schmiedtbauer (KFV), Peter Konrad (ÖAMTC), Mag. Hans-Peter Auer (ÖAMTC), Verkehrslandesrat Anton Lang, Dr. Hannes Weißenbacher (AUVA), Oberst Wolfgang Staudacher (Landespolizeidirektion) und DI Peter Felber (KFV)

Verkehrslandesrat Lang vor der Probefahrt im Gurteschlitten, der einen Aufprall mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h simuliert. „Völlig unvorstellbar, welche Kräfte bereits bei einer so niedrigen Geschwindigkeit wirken können. Das sollte jeder einmal ausprobieren“, Lang danach. v.l. Jakob Schmiedtbauer (KFV), Peter Konrad (ÖAMTC), Hans-Peter Auer (ÖAMTC), Verkehrslandesrat Anton Lang, Hannes Weißenbacher (AUVA), Wolfgang Staudacher (Landespolizeidirektion), Peter Felber (KFV) Foto: KFV/APA-Fotoservice/Scheriau

Weiterer Probant auf dem Gurteschlitten Foto: KFV/APA-Fotoservice/Scheriau

Weiterer Probant auf dem Gurteschlitten Foto: KFV/APA-Fotoservice/Scheriau

„Gu(R)te Fahrt“ – Anschnallen kann Leben retten!

Dienstag, 17. April 2018

„Auch wenn 97% der österreichischen Lenker im vergangenen Jahr den Gurt anlegten, waren ein Drittel aller tödlich Verunglückten bei Verkehrsunfällen nicht angegurtet – 348 Personen in den Jahren 2012 bis 2016“, erklärt Peter  Felber vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Mit der Aktion „Gu(R)te Fahrt“ will das KFV zusammen mit dem Land Steiermark, dem ÖAMTC, der AUVA und der Polizei von April bis Juli das Bewusstsein für den Lebensretter Gurt stärken. Bei Schwerpunktaktionen werden „Gurtmuffel“ von der Polizei angehalten und zu einer Probefahrt im Gurteschlitten bzw. Aufprallsimulator eingeladen. Bei der heutigen Pressekonferenz im Freien konnte auch Verkehrslandesrat Anton Lang bei einer solchen Probefahrt spüren, welche Kräfte bereits bei 10 km/h auf den Körper wirken. „Da steckt wirklich Wucht dahinter, das sollte jeder einmal ausprobieren“, so Lang. „Auch bei kurzen Strecken sollte man sich unbedingt angurten“, rät Lang. „Bei den vielen innovativen Assistenzsystemen in heutigen Fahrzeugen wird gerne mal der Gurt als mit wichtigste Sicherheitsmaßnahme übersehen“, weist Hannes Weißenbacher von der AUVA hin.

 „Auch die Mitfahrer und Kinder sollten sich angurten – nur 93% der Mitfahrer auf dem Rücksitz legen den Sicherheitsgurt an“, so Hans-Peter Auer vom ÖAMTC. „Ohne Gurt ist bei einem Aufprall auch nicht der richtige Abstand zum Airbag gegeben, wodurch man sich gefährliche Verletzungen insbesondere im Gesicht holen kann. Von der Kraftwirkung entspricht ein Aufprall mit 50 km/h dem Sprung von einem 10-Meter-Turm in ein leeres Becken. Wer würde von 10 Metern Höhe in ein leeres Becken springen ?“, Auer abschließend. Umso unverständlicher, dass es Fahrer gibt, die das Warnsignal, welches beim Losfahren zum Anlegen des Gurtes auffordert, deaktivieren.