Bild 3

Präsident Franz Titschenbacher (l) und Kammerdirektor Werner Brugner (r) zeichneten „Gut zu Wissen“-Botschafter aus: Ulli Retter, Christa Wimberger, Johann Spreitzhofer und Christopher Drexler. Foto: LK-Danner

„Gut zu wissen, woher‘s kommt“

Freitag, 27. April 2018

Herkunft der Lebensmittel in Kantinen erkennbar machen

„In heimischen Produkten vereinen sich Qualität, Frische, Regionalität und nachvollziehbare Herkunft – das ist das große Plus, warum beim persönlichen Einkauf in den Geschäften gezielt und vermehrt heimische Lebensmittel bevorzugt werden“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. Um auch beim Großküchen-Essen für Entscheidungsfreiheit und Vertrauen in ein gutes Essen zu sorgen, verlangt die Landwirtschaftskammer eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. In Schulen, Kantinen, Mensen, Krankenhäusern sowie Pflege- und Seniorenheimen ist die Lebensmittelherkunft meist unklar. „Die Kunden haben das Recht zu wissen, woher die Lebensmittel kommen“.

Bei der Woche der Landwirtschaft (29. April bis 6. Mai 2018) dreht sich österreichweit alles um die Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung. Titschenbacher verlangt verpflichtende Kennzeichnung von Kantinen-Essen. „Als Gesundheitslandesrat ist es mein zentrales Anliegen, die Gesundheit der steirischen Bevölkerung nachhaltig zu stützen und konsequent zu verbessern, damit in unseren Häusern regionale und saisonale Produkte für unsere Patienten eingekauft werden können“, so Gesundheitslandesrat Christopher Drexler.

Am gestrigen Tag wurden von der LK „Gut zu wissen“-Botschafter ausgezeichnet, darunter Ulli Retter vom Seminar-Hotel Retter in Pöllauberg in der Oststeiermark. „Als bio-zertifiziertes Hotel gelang es uns, regionale Produzenten mit ins Boot zu holen. Bei uns werden Lebensmittel von ,glücklichen‘ Tieren, die viel im Freien waren, verarbeitet“, so Retter. „Bio und regional sind zwar etwas teurer als konventionelle Produkte, doch durch unsere Partnerschaft mit Landwirten aus der nahen Region bekommen die Produkte ein Gesicht. Die Landwirte haben dadurch eine höhere Wertschöpfung mit einer Wertespirale nach oben.“