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Die beiden Figuren Julo Ascanio und Carmenta aus der diesjährigen Eröffnungsoper von Fux in den Kostümen von Lilli Hartmann Montage: OcheReSotto Foto: Werner Kmetitsch

Eduard Lanner, künstlerisch-pädagogischer Leiter des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums, am Klavier 
Foto: Magdalena Kahr

Eduard Lanner, künstlerisch-pädagogischer Leiter des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums, am Klavier Foto: Magdalena Kahr

Mutiger Auftakt

Dienstag, 24. April 2018

Fux (ba-)rockt die styriarte 2018

Anders als bei Bach, Beethoven oder Mozart werden nur Musikliebhaber die Werke des steirischen Musiktheoretikers und Barock-Komponisten Johann Joseph Fux kennen. In Graz würdigte man Fux 1991 mit der Umbenennung des Konservatoriums des Landes Steiermark (ehemals Landesmusikschule) in Johann-Joseph-Fux-Konservatorium. Heute hat das Konservatorium 2.500 Schüler und 135 Lehrer. „Wir sind eine Musikschule mit höherem Anspruch und sehen uns als Brücke zur Kunstuniversität“, erklärt Eduard Lanner, künstlerisch-pädagogischer Leiter des Konservatoriums.

 „Die Kompositionen von Fux sind nicht breit bekannt geworden, weil sie sich nur an den kleinen Zirkel des Habsburger Hofs gerichtet hatten“, erzählt sytriarte-Intendant Mathis Huber. Hubers Vision ist Fux als Komponisten bekannt zu machen. Zur Eröffnung der styriarte am 22. Juni (bis 22. Juli) wird die Barockoper „Julo Ascanio, Re d´Alba“ von Fux in der Helmut List Halle aufgeführt. „Ich würde Fux als einen stilistisch vielfältigen Komponisten bezeichnen“, so Lanner. „Man erkennt Fux nicht auf Anhieb. Er konnte wie die Deutschen oder Italiener komponieren, jedoch immer auch mit einer eigenen Note. Ich finde es mutig, spannend und erfreulich, dass es heuer auf der styriarte eine Oper von Fux geben wird.“

Johann Joseph Fux wurde 1660 in Hirtenfeld nahe St. Marein bei Graz geboren.