Steiermaerkische-Sparkasse-Jahresergebnisklein_WEB

Die Vorstandsmitglieder Sava Dalbokov und Georg Bucher, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Franz Kerber und Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch (v.l.). Foto: NYR Design & Photography

Steiermärkische ist auf „Brautschau“

Mittwoch, 11. April 2018

Natürlich gilt es nicht im klassischen Sinn der Brautschau, wo ein junger Mann eine junge Frau zwecks späterer Verheiratung sucht. Mit 193 Jahren hätte die Steiermärkische Sparkasse nicht das passende Alter. Dafür verfügt sie aber mittlerweile über das nötige Vermögen, um sich eine weitere Beteiligung (oder Übernahme) an einem Geldinstitut leisten zu können. Das Eigenkapital konnte auf 1,545 Milliarden Euro (20,3 Prozent) geschraubt werden. 2014 betrug es „nur“ 1,159 Milliarden Euro. Das Eigenkapital liege damit weit über dem gesetzlichen Mindestsatz und man befinde sich daher auch international gesehen im gehobenen Mittelfeld, heißt es.

Allein im letzten Jahr verzeichnete man 32.000 Neukunden, den Zuwachs von 1 Milliarde Euro bei Spar- und Giroeinlagen, praktisch kaum noch Risken für Ausfälle am Kreditsektor sowie eine solide Gewinnlage der Tochterbanken am Westbalkan. So gehören der Steiermärkischen Sparkasse eine Bankentochter in Mazedonien, in Bosnien und Herzegowina, ist sie an Geldinstituten über die Erste Bank in Montenegro und Kroatien jeweils mit 41 Prozent beteiligt, in Serbien und in Slowenien zu jeweils 26 Prozent. Nach Steuern beträgt der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 167 Millionen Euro. Allein 60 Millionen Euro (rund 36 Prozent) steuerte dazu das Geschäftsfeld Kommerz bei. „Die Steiermärkische beträgt rund 24.000 Firmenkunden, das heißt, jedes zweite Klein- und mittlere Unternehmen in der Steiermark steht in einer aktiven Geschäftsbeziehung zu uns“, so Kommerzchef Franz Kerber. Die Steiermärkische sei daher mit einer Körperschaftssteuer von rund 30 Millionen Euro einer der größten Steuerzahler in der Steiermark, so Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch.

Es sei noch zu früh für konkrete Informationen, so Fabisch, doch die Steiermärkische halte Ausschau nach einer weiteren Banken-Beteiligung. Nicht in der Türkei, wehrt der Steiermärkische-Vorstandschef Spekulationen ab, es beträfe auch nicht irgendwelche Fusionen von heimischen Sparkassen. Man bleibe gewissermaßen bei der Ausschau in der Region, in der man auch schon jetzt geschäftlich aktiv sei und hoffe, bis Herbst 2018 zu einem Vertragsabschluss zu kommen.

Die Steiermärkische Sparkasse betreute im abgelaufenen Jahr über 2,6 Millionen Kunden im In- und Ausland. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter an 233 Standorten (Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Österreich und Serbien) beläuft sich 2.750.