BGF-Experten der STGKK

Obmann Josef Harb mit BGF-Experten aus ganz Österreich beim Netzwerktreffen in der STGKK in Graz.

Das BGF-Team der STGKK mit Obmann Josef Harb. Fotos: STGKK/Wrann

Das BGF-Team der STGKK mit Obmann Josef Harb. Fotos: STGKK/Wrann

STGKK setzt auf Betriebliche Gesundheitsförderung

Donnerstag, 19. April 2018

Seit Jahren arbeiten die Sozialversicherungsträger und die Sozialpartner – Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, ÖGB, Industriellenvereinigung – erfolgreich an gemeinsamen Konzepten und Projekten für die Betriebliche Gesundheitsförderung. Ziel: BGF-Maßnahmen sollen in ganz Österreich nach qualitätsgesicherten Standards durchgeführt werden, um den größtmöglichen Nutzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für die Betriebe zu erzielen.

Die Bedeutung der BGF liegt auf der Hand: Im Erwerbsleben stehende Menschen verbringen nicht selten mehr Zeit am Arbeitsplatz als mit ihren Familien. Die Schaffung eines motivierenden Arbeitsumfeldes ohne schädliche Einflüsse ist für die Gesundheit daher von besonderer Bedeutung. Nur logisch, dass der Ausbau der Gesundheitsförderung in allen Gesundheitskonzepten für die Zukunft – übrigens auch im Regierungsprogramm – eine Schlüsselrolle einnimmt.

An der kontinuierlichen Weiterentwicklung von gut umsetzbaren Konzepten arbeitet seit langem das „Netzwerk BGF“. Christina Finding, BGF-Expertin der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, zum Abschluss des gestern und heute in Graz abgehaltenen Netzwerktreffens: „Unsere Serviceangebote müssen maßgeschneidert mit der betrieblichen Praxis übereinstimmen. Die besten Konzepte nützen nichts, wenn sie nicht ins jeweilige Unternehmen passen.“

Für STGKK-Obmann Josef Harb nimmt die BGF eine Schlüsselrolle im Präventionsangebot ein: „Wir sehen hier ein Musterbeispiel gelungener Kassenvernetzung, wie sie in der aktuellen politischen Diskussion immer wieder gefordert wird. Alle Träger erarbeiten im Schulterschluss Konzepte, um BGF in Österreich noch stärker als gemeinsame Marke mit transparenten Qualitätsstandards zu etablieren. Es wäre extrem kurzsichtig und kontraproduktiv, diese unverzichtbare regionale Komponente durch Kassenzusammenlegungen zu eliminieren. BGF funktioniert dann am besten, wenn alle Räder ineinander greifen und die persönliche Betreuung vor Ort gewährleistet ist. Diese Strukturen, die seit vielen Jahren gewachsen sind, dürfen nicht mutwillig zerstört werden – schließlich hat ein Großkonzern in der Obersteiermark andere Bedürfnisse wie ein Sägewerk im Bregenzer Wald oder ein Gewerbebetrieb in der Wiener Innenstadt.“

Betriebliche Gesundheitsförderung gehört zu den wichtigsten Aktivitäten, um das Entstehen von Krankheiten am Arbeitsplatz zu verhindern. Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden seltener krank, sind motivierter und erbringen bessere Leistungen. Gut und nachhaltig umgesetzte BGF-Programme machen sich nachweislich bezahlt: Jeder investierte Euro fließt mindestens dreifach als Gewinn in die Firmenkasse zurück.

Die Steiermärkische Gebietskrankenkasse engagiert sich seit 13 Jahren in der BGF. Bislang haben fast 85.000 Beschäftigte in 250 steirischen Partnerbetrieben von regional maßgeschneiderten Gesundheitsförderungsmaßnahmen profitiert.