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v.l.: Günther Pertoll, Leiter Landesweingut Laimburg (Südtirol); Dieter Blankenhorn, Direktor Staatsweingut Weinsberg (Baden-Württemberg); Hans Seitinger, Agrarlandesrat; Reinhold Holler, Oenologe am Landesweingut Silberberg; Anton Gumpl, Direktor der LFS Silberberg Foto: Lebensressort

Die Zukunft des Qualitätsweines …

Freitag, 11. Mai 2018

Diese Woche wurde in Graz ein Cuvée aus drei Rebsorten dreier deutschsprachiger Regionen präsentiert. Die Zusammenarbeit der Länder Deutschland, Südtirol und Österreich beschränkt sich nicht nur auf die neue Weinkreation, sondern gemeinsames Hauptziel ist es, die großen Herausforderungen der agrarischen Zukunft in kurzer Zeit mit höchster Forschungsqualität und -effizienz zu erzielen. „Beim Wein- und Obstbau sind Klimaveränderung und internationaler Preisdruck zwei große Herausforderungen“, so Agrarlandesrat Johann Seitinger bei der Präsentation.

So gilt es heute mehr denn je, dem stetig voranschreitenden Klimawandel durch innovative und zukunftssichere Maßnahmen Paroli zu bieten, und im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung durch Produktinnovationen wettbewerbsfähig zu bleiben. „Dieses Geschäft sollte keinesfalls ausschließlich den großen Konzernen übertragen werden.“

Genau aus diesem Grund wurde im Dezember 2016 im Zuge der Agrarreferentenkonferenz in Wels ein agrarischer Forschungs- und Innovationspakt zwischen den Ländern unterzeichnet. Dieser stellt ein klares Bekenntnis zum Stellenwert von Wissenschaft, Forschung und Produktentwicklung in der Land- und Forstwirtschaft dar. „2016 war ein schlechtes Weinjahr für uns“, erzählt Reinhold Holler, Oenologe am Landesweingut Silberberg.

So kam die Idee, gemeinsam einen Wein zu machen. Aus 3 Weingütern, 3 Schulen und 3 Ländern wurde ein Wein (Cuvée) kreiert – der „Netzwerk – Wein“. „Dieser Wein besteht aus drei Leitsorten: 45 Prozent Sauvignon aus den Silberberger Weingärten, 40 Prozent Riesling von der Lage Burg Wildeck in Württemberg und 15% Gewürztraminer von der Laimburg in Südtirol. In Südtirol sind wir es gewohnt, den kleinsten Teil beizutragen“, scherzt Günther Pertoll, Leiter des Landesweinguts Laimburg.