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„Es freut mich, dass die Gespräche mit meinen Kollegen so produktiv waren. Fortschritte im Tierschutz gelingen schließlich nur dann, wenn alle beteiligten Gruppen an einem Strang ziehen“, so Landesrat Anton Lang, im Bild mit der steirischen Tirschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck. Foto: Land Steiermark

Erfolgreiche Gespräche in Sachen Tierschutz

Montag, 07. Mai 2018

Aus Tierschutzsicht kann die 4. Landestierschutzreferenten-Konferenz durchaus als Erfolg gewertet werden. Bei der politischen Konferenz waren die für den Tierschutz politisch zuständigen Vertreter aus fünf Bundesländern anwesend. Der steirische Tierschutzlandesrat Anton Lang besprach dabei in Igls-Vill in Tirol mit seinen Kollegen aus den anderen Bundesländern wichtige Themen wie etwa das Ersuchen an die Bundesregierung, dass diese im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft verstärkt gegen Tiertransporte in Drittländer auftritt. Auch die Forderung nach einem härteren Vorgehen im Fall von unsachgemäßen Schächtungen wurde diskutiert. Vor Ort war auch die höchst engagierte steirische Tierschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck.

Fortschritte wurden unter anderem zu folgenden Fragestellungen erreicht:

  • Geprüft wird seitens des zuständigen Ministeriums, inwieweit eine Abgabe von Tieren an Endverbraucher zur Schlachtung als Eigenbedarf zu subsumieren ist. Ziel ist es, illegale rituelle Schlachtungen zu verhindern.
  • Strafrechtliche Verfolgung von Schlachtungen außerhalb zugelassener Schlachthöfe ohne vorangegangene Betäubung und Aufnahme in den Tatbestand der Tierquälerei nach Paragraph 222 STGB bzw. 5 TSChG..
  • Tiertransporte: Durch intensive Bestrebungen soll dafür gesorgt werden, dass Tierleid insbesondere bei Transporten in Drittländer möglichst verhindert werden kann. Für diesbezügliche Gespräche möge die EU-Ratspräsidentschaft genutzt werden, um mit den anderen Mitgliedstaaten die österreichischen Standards zu beraten.
    Tierhaltungsverbote: Das zuständige Ministerium prüft eine bessere Kommunikation der Tierhalteverbote unter den Ländern.
  • Änderungen beim Tierschutzrecht: Die Frau Ministerin wird ersucht, bis spätestens 1. Juni 2018 die Tierschutz-Sonderhaltungsverordnung zu veröffentlichen, damit sie bereits am 1. Juli 2018 in Kraft treten kann.