Wiese1

Familie Clarissa und Thomas Terler, LR Anton Lang, Landwirtschaftskammer-Obmann Johann Reisinger und Bürgermeister Bernhard Spitzer. Fotos: Land Steiermark

LR Anton Lang, Familie Gerd Platl, Bürgermeister Josef Ober, Baubezirksleiter Franz Kortschak, Gerda Steiner (Abteilung 13), Bezirksnaturschutzbeauftragter Johann Pfeiler und Europaschutzgebietsbetreuer Andreas Breuss

LR Anton Lang, Familie Gerd Platl, Bürgermeister Josef Ober, Baubezirksleiter Franz Kortschak, Gerda Steiner (Abteilung 13), Bezirksnaturschutzbeauftragter Johann Pfeiler und Europaschutzgebietsbetreuer Andreas Breuss

Bürgermeister Heinrich Tomschitz, LR Anton Lang, Familie Nicole und Heinz-Peter Schlein

Bürgermeister Heinrich Tomschitz, LR Anton Lang, Familie Nicole und Heinz-Peter Schlein

Naturwiesen-Oskars verliehen

Mittwoch, 23. Mai 2018

„Die Bereitschaft, sich freiwillig einer naturnahen Bewirtschaftung von Wiesenflächen zu verschreiben und damit einen äußerst wichtigen Beitrag zum Erhalt einer artenreichen und vielfältigen Kulturlandschaft in der Steiermark zu leisten, kann gar nicht genug wertgeschätzt werden“, so Landesrat Anton Lang bei der Verleihung des „Landesprädikat Naturwiese“.

Dieses ist eine Auszeichnung, die jährlich an drei Teilnehmer am Biotoperhaltungs- und Förderungsprogramm des Landes Steiermark verliehen wird. Das Ziel dieses Programmes ist es, besonders artenreiche und für die Erhaltung geschützter oder gefährdeter Arten unentbehrliche Wiesenflächen zu sichern. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch Naturschutz-Amts-Sachverständige beim Land Steiermark. Im Jahr 2018 nehmen 581 Wiesen-Bewirtschafter am Biotoperhaltungsprogramm teil, die Teilnahmefläche beträgt steiermarkweit 812 Hektar und wird mit einer Gesamt-Prämie von rund 285.000 Euro gefördert.

Die drei Gewinner für die erfolgreiche Erhaltung der schönsten und artenreichsten Wiesen in der Steiermark kommen diesmal aus den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark.

Familie Clarissa und Thomas Terler (Bezirk Hartberg) nimmt seit dem Jahr 2012 am Biotoperhaltungsprogramm mit einer förderfähigen Biotopfläche von 1,89 ha teil. Es handelt sich um 2 Grundstücke in Hanglage, die Parzellen sind teilweise feucht, durchsetzt mit moorigen Quellbereichen. Diese nasse Magerwiese wird extensiv genutzt und ist sowohl aus botanischer als auch zoologischer Sicht artenreich. Die Bearbeitung der Wiesenflächen erfolgt einmal jährlich mit händischer Mahd frühestens ab Ende Juni. Das Mähgut muss nach der Mahd entfernt werden, Düngung, Beweidung, Entwässerung und Aufforstung sind verboten.

Gerd Platl aus Mühldorf bei Feldbach nimmt seit dem Jahr 2003 am Biotoperhaltungsprogramm teil, davor wurde diese Fläche von seinem Vater vertragskonform bewirtschaftet. Bei dieser 0,48 ha förderfähigen Biotopfläche handelt es sich um eine trockene Magerwiese, teilweise in steiler Hanglage. Ein Tümpel, Hecken, Streuobst- und Eichenwaldrandbereiche prägen diese strukturreiche Schmetterlingswiese. Der Naturschutzwert und der ökologische Wert der Fläche sind einmalig. Die Mahd erfolgt 1- bis 2-mal jährlich frühestens ab dem 1. Juni. Diese Bewirtschaftung ist auf Grund der steilen Hanglage und durch die vielfältigen Strukturen erschwert. Als Bewirtschaftungsauflagen sind der Verzicht auf jegliche Düngung, die Entfernung des Mähgutes und die Erhaltung der Streuobstbäume vorgeschrieben.

Familie Nicole und Heinz-Peter Schlein aus Weixelbaum bewirtschaften eine staunasse Feuchtwiese. Es handelt sich dabei um einen seltenen Biotoptyp mit dem Vorkommen der Sibirischen Schwertlilie und des Lungen-Enzians. Der Ökologische- und damit auch der Naturschutz-Wert sind einmalig (6 Punkte). Die Bewirtschaftung der Fläche erfolgt mit 1- bis 2maliger Mahd jährlich frühestens ab 20. Juni. Als Bewirtschaftungsvorgaben sind der Verzicht auf jegliche Düngung sowie die Entfernung des Mähgutes nach jeder Mahd vorgeschrieben.