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... volles Haus bei der Betriebsräteversammlung im Großen Saal der AK in Graz.

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Gewerkschaft macht mobil

Mittwoch, 27. Juni 2018

Montag, 2. Juli: Bahn, Bus und Straßenbahn stehen für einige Stunden

Am kommenden Montag, den 2. Juli, werden in den Vormittagsstunden – zwischen 7 und 11 Uhr – Bahn, Busse und Straßenbahn nicht oder nur eingeschränkt fahren. Der Grund dafür sind Betriebsversammlungen, zu denen der ÖGB die Mitarbeiter einlädt. Diese Maßnahme verkündete ÖGB-Landeschef Horst Schachner gestern bei der Betriebsrätekonferenz in Großen Arbeiterkammersaal in Graz. Dieser war mit 1.300 Besuchern so voll, wie schon seit vielen Jahren nicht. Im Mittelpunkt stand der Protest gegen das umstrittene, geplante Gesetz der schwarzblauen Regierung, dass Mitarbeiter künftig ohne Angabe von Gründen bis zu 12 Stunden am Tag arbeiten müssen. Von Firmenseite kann die Ankündigung am betreffenden Tag in der Früh erfolgen. Momentan sieht der Gesetzesentwurf nicht vor, dass der Auftrag der Firmenleitung vom Mitarbeiter abgelehnt werden kann. Von Regierungsseite wird nun versichert, dass der 12-Stunden-Tag nur möglich wird, wenn die Mitarbeiter dieser „Arbeitszeit-Verlängerung“ zustimmen. In der Praxis sei das nicht wirklich in allen Betrieben umsetzbar, so die Gewerkschaftsfunktionäre. Daher: Sollte die Regierung über den 12-Stunden-Tag nicht mit den Sozialpartnern ernsthaft verhandeln, würde es in der Folge weitere Kampfmaßnahmen (Streiks) geben.

Das Ausmaß des Verkehrschaos am kommenden Montag im österreichischen Bundesgebiet lässt sich gegenwärtig noch nicht abschätzen. In den betroffenen Unternehmen wird über „Notlösungen“ nachgedacht. Klar ist, dass es von der Steiermark aus bei den Verkehrsverbindungen zu unangenehmen Verzögerungen für die Fahrgäste kommt und sich die Steirerinnen und Steirer rechtzeitig darauf einstellen sollten.