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Fachgruppenobmann Gerald Gollenz präsentiert den aktuellen Immobilienpreisspiegel Foto. Fischer

Graz meiden und lieber im Umland wohnen!

Mittwoch, 06. Juni 2018

„Nur fünfzehn Minuten von Graz kann man deutlich günstigeren Wohnraum mit einer besseren Wohnqualität finden“, so Gerald Gollenz, Fachgruppenobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder kürzlich vor Journalisten.

Wer heutzutage eine Mietwohnung sucht oder sich den Traum eines Einfamilienhauses realisieren will, der kommt im Steirerland vergleichsweise günstig zum Zug. So lautet das Ergebnis des aktuellen Immobilienpreisspiegels des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder. „Die steirischen Preise waren generell auch 2017 wieder am unteren Ende von Österreich angesiedelt, wobei weite Teile des Ballungsraums Graz hier natürlich eine Ausnahme bilden.“

Am preisintensivsten sind im bundesweiten Vergleich die Bundesländer Salzburg, Vorarlberg, Tirol und Wien. Gollenz über die Entwicklung im Detail: „Der Immobilienmarkt ist weiterhin stabil. Wie schon 2016 waren auch 2017 in der Steiermark – mit einigen Ausnahmen – keine größeren Verschiebungen zu erkennen.“ Sowohl bei Baugrundstücken (75,50 Euro/m2) als auch bei gebrauchten Eigentumswohnungen (1.058,08 Euro/m2), Reihenhäusern (1.123,28 Euro/m2) und Einfamilienhäusern (1.230,13 Euro/m2) führt die grüne Mark das österreichweite Preisranking der günstigsten Durchschnittspreise an.

Die Preise für Gewerbeimmobilien haben 2017 wieder etwas angezogen, was den wirtschaftlichen Aufschwung widerspiegelt. Gollenz: „Vor allem für Betriebsgrundstücke sind die Preise in einigen Lagen etwas gestiegen, die Geschäftsmieten dagegen zeigen ein komplett durchwachsenes Bild: Steigerungen von 16 Prozent stehen Reduktionen von über 12 Prozent gegenüber.“ Am teuersten sind die Preise einmal mehr in Graz, wo der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Gewerbeflächen bei 171,30 Euro liegt. Beim Wohnmietzins schwankt der durchschnittliche Quadratmeterpreis zwischen 4,90 Euro (Murau) und 8,20 Euro (Graz).

„Es gibt ein großes Gefälle zwischen Graz und dem Umland. Der Zuzug in den Großraum Graz ist ungebrochen. Es kann sich nicht alles nach Graz orientieren, auch wenn Graz natürlich ein Hotspot bleiben wird. Der Fokus sollte nicht nur auf neue Satellitenstädte gelegt, sondern auch darüber nachgedacht werden, vorhandene Objekte mit vorhandener Infrastruktur nach oben zu erweitern. Hier muss ein Umdenken stattfinden“, so Gollenz. Im Besonderen müssen die Regionen mit besserer Infrastruktur gestärkt werden. Hier sei die Politik mehr denn je gefordert.