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Landesdirektor Gerald Krainer (li.) und Generaldirektor Robert Lasshofer. Foto: Wiener Städtische

Wiener Städtische wird größter Lebensversicherer in der Steiermark

Mittwoch, 27. Juni 2018

Die Pflegevorsorge in Österreich steht durch die Abschaffung des Pflegeregresses und der demografischen Entwicklung vor enormen Herausforderungen. Während die Zahl an Pflegebedürftigen mit der Lebenserwartung weiter ansteigt, gibt es aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge immer weniger Menschen, die das System finanzieren können. „Die private Vorsorge wird vor diesem Hintergrund immer wichtiger, die private Pflegevorsorge unverzichtbar. Denn nur damit kann die Lücke zwischen Pension und Pflegekosten geschlossen werden“, sagt Landesdirektor Gerald Krainer bei der Präsentation des Vorjahresergebnisses der Wiener Städtischen Versicherung in Graz.

In der Steiermark verzeichnete die Wiener Städtische bei den Prämien ein Aufkommen von 264,27 Millionen Euro, die Versicherungsleistungen im abgelaufenen Jahr betrugen rund 166 Millionen Euro.

In puncto Naturkatastrophen war 2017 ein absolutes Rekordjahr. Die Schäden haben enorm zugenommen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte wüteten österreichweit schwere Unwetter. In der Steiermark befinden sich die Gesamtaufwände über alle Sparten auf konstant hohem Niveau bei 8,74 Mio. Euro und einer Steigerung der Sturmschäden von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Grazer Becken sowie der Ost- und Südsteiermark gab es starke Hagelunwetter. Im August querte eine Gewitterfront ganz Österreich und im Oktober sowie Dezember fegten die Stürme „Herwart“ und „Yves“ durch die Steiermark. „Der Trend zeigt ein klares Bild: Die Unwetter werden immer häufiger und heftiger – mit der Folge, dass die Schadenssummen kräftig ansteigen“, so Krainer.

Durch die bevorstehende Verschmelzung der Wiener Städtischen und s Versicherung entsteht Österreichs größter Lebensversicherer. In der Steiermark rückt die Wiener Städtische in der Lebensversicherung mit Prämien von rund 205,76 Mio. Euro auf den 1. Marktrang.

Das einzige, was in Zukunft sicher ist, ist die Pensionslücke. Viele Menschen wollen daher für ihre Pension auch privat vorsorgen. Die Höhe einer privaten Vorsorge hängt klarerweise von den finanziellen Möglichkeiten ab. Mit eigenen im Internet abrufbaren Pensionsrechnern kann jeder seine „Pensionslücke“ berechnen. Niemand kann allerdings heute sagen, inwieweit die private Vorsorge dann auch ausreichend ist. Generell gilt allerdings das Argument, dass jede Versicherung besser ist als keine Vorsorge.