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Die neue Präsidentin der Automotive Intergroup Barbara Eibinger-Miedl mit ihrem Vorgänger Joan Calabuig Rull. Foto: Land Steiermark

LR Eibinger-Miedl: Präsidentin europäische „Automotive Intergroup“

Donnerstag, 05. Juli 2018

Wirtschafts- und Europalandesrätin Barbara Eibinger-Miedl wurde heute in Brüssel zur Präsidentin der „Automotive Intergroup“ des EU-Ausschusses der Regionen (AdR) gewählt. In dieser 2009 gegründeten Arbeitsgruppe haben sich Regionen mit einer starken Automobilindustrie zusammengeschlossen. Eibinger-Miedl übernimmt die Präsidentschaft von Joan Calabuig Rull aus der Region Valencia.

„Der Mobilitätssektor ist derzeit von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Die Digitalisierung, die Entwicklung von selbstfahrenden Autos, alternative Antriebstechnologien oder rechtliche Rahmenbedingungen sind Herausforderungen in Bezug auf die Zukunft der Mobilität. Ich bin daher davon überzeugt, dass die europäischen Automobilregionen enger zusammenarbeiten, Erfahrungen austauschen und gemeinsam an Lösungen arbeiten müssen“, so Eibinger-Miedl.

Ziel der neuen Präsidentin ist es, die politischen Rahmenbedingungen für die europäischen Automobilregionen in Bezug auf neue technologische Entwicklungen, das neue Mobilitätsverhalten, die Auswirkungen des Brexit sowie die Handelsbarrieren mit den USA gemeinsam zu gestalten und in die Strategie der Europäischen Kommission zu integrieren.

Mobilität ist ein traditionelles wirtschaftliches Stärkefeld der Steiermark und sichert aktuell rund 55.000 Arbeitsplätze. Der Mobilitätscluster ACstyria mit rund 290 Partnerunternehmen gilt als internationales Vorzeigemodell für die Zusammenarbeit von Unternehmen sowie zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Mit der AVL List GmbH hat etwa das weltweit größte Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und Prüftechnik von Antriebssystemen aller Art für PKW, LKW und Großmotoren sein Headquarter in Graz. Mit Magna verfügt die Steiermark über einen weiteren Weltmarktführer im Bereich der Zulieferindustrie. Neben dem ACstyria und den vielen innovativen Unternehmen trägt auch das Kompetenzzentrum „Digital Mobility“ wesentlich zur hohen Kompetenz des steirischen Automotive-Standortes bei. In dem internationalen Forschungszentrum in Graz arbeiten über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mehr als 100 Partnern aus Industrie und Forschung an Lösungen für die digitale Mobilität der Zukunft. Mit den Studiengängen „Industrial Design“, „Fahrzeugtechnik“ und „Luftfahrt“ an der FH JOANNEUM verfügt die Steiermark außerdem über hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten.

Im Vorjahr wurde die Steiermark zur Testregion für autonomes Fahren. Dank einer umfassenden Testinfrastruktur für PKW, die von der TU Graz, AVL, Magna, dem Kompetenzzentrum Digital Mobility und der steirischen Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH aufgebaut wurden, sind sämtliche Möglichkeiten von virtuellen bis zu realen Tests auf der Straße möglich.