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Von einem der größten Automobilzulieferer weltweit erhält PIA (im Bild: Firmensitz in Grambach) den Auftrag zur Fertigung einer Getriebe-Produktionslinie für den chinesischen Markt.

PIA Automation lukriert Großauftrag aus China

Dienstag, 28. August 2018

PIA Automation Austria (vormals M&R Automation) mit Sitz in Grambach zählt in Europa und Nordamerika zu den Marktführern bei der Herstellung von Produktionsanlagen für Antriebsstrangkomponenten. Seit einem Jahr ist das rund 400 Mann starke Unternehmen Teil der 2017 neu gegründeten PIA Gruppe und innerhalb dieser der globale Powertrain-Leitstützpunkt: Am steirischen Standort wird die Entwicklung und Produktion hochinnovativer Montage- und Prüfanlagen für Projekte aus den Bereichen Powertrain, E-Mobility und Hybride Antriebssysteme umgesetzt. Zu den Kunden zählen beispielsweise BMW, Daimler, Magna, VW und ZF.

Motoren verschiedenster Bauarten und unterschiedliche Getriebetypen sind High-End Bauteile und verlangen nach High-End Produktionslösungen. Gerade in diesem Bereich wird die Forderung nach intelligenten und kostengünstigen Produktionssystemen immer lauter. Die Lösung steckt in modularen Produktionsanlagen mit Präzisionsmesstechnik, für welche sich PIA Austria mit jahrelang erprobtem Technologien ein großes Know-how aufgebaut hat. Einer der weltweit größten Tier-1-Automobilzulieferer setzt nun auf diese Stärke der Steirer: Mit dem bei PIA in Auftrag gegebenem Powertrain Production System werden zukünftig in Shenyang (China) Hinterachsgetriebe für den chinesischen Automobilmarkt hergestellt. Über die Höhe des Kaufpreises der Produktionsanlage wurde Stillschweigen vereinbart.

„Durch unsere weltweite Gruppenstruktur und die Niederlassung in Ningbo, haben wir einen perfekten Zugang zum chinesischen Markt. Diese einmalige Konstellation hat den aktuellen Großauftrag erst ermöglicht“, berichtet der am Standort Grambach für den Vertrieb verantwortliche Geschäftsführer Norbert Kahr. Das Projekt soll den Startschuss für die Eroberung des Marktes in China darstellen. Die Voraussetzungen dafür sind ideal, da man innerhalb der PIA Unternehmensgruppe die Synergien zwischen Europa und China nutzen kann, wie das aktuelle Projekt eindrucksvoll zeigt. Während in China, also in Kundennähe, die Fertigung der Anlage stattfindet, kommt fast das gesamte Engineering aus Grambach. Langfristig kann dadurch – und mit weiteren Projekten, die sich bereits in der Pipeline befinden – der österreichische Standort nicht nur abgesichert, sondern zukünftig auch ausgebaut werden. Norbert Kahr bringt diese Win-Win-Situation auf den Punkt: „Die globale Struktur von Maschinenbauern wird künftig eine entscheidende Rolle spielen: Nur Lieferanten, die weltweit vernetzt sind, lokal fertigen und supporten können, haben bei zukünftigen Projektvergaben einen wesentlichen Vorteil“. Unter dem Dach der PIA Gruppe und mit Unterstützung eines visionären chinesischen Eigentümers ist man somit perfekt für zukünftige strategische Partnerschaften mit Automobilzulieferern und OEMs in China aufgestellt.