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v.l. Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria, Spartenobmann Gerhard Wohlmuth und Spartengeschäftsführer Helmut Zaponig Foto: Fischer

60 Prozent der Steirer kaufen online

Donnerstag, 06. September 2018

Steirischer Einzelhandel zieht Halbjahresbilanz

Vier Milliarden Euro Nettoumsatz hat der stationäre Einzelhandel in der Steiermark in diesem Jahr von Jänner bis Juni erwirtschaftet – das entspricht einem nominellen Plus von 2,1 Prozent. Damit liegt man deutlich über dem Bundesschnitt. „Einhergehend damit ist auch die Zahl der Beschäftigten gestiegen – und zwar um 1,4 Prozent, was rund 600 neuen Jobs entspricht“ so WKO Spartenobmann Gerhard Wohlmuth, stolz über das hervorragende Ergebnis. „Wenn auf dem Arbeitsmarkt mehr verfügbar wären, würden wir noch mehr einstellen.“

Einmal mehr zugenommen hat auch die Zahl der Online-Shopper: Rund 60 Prozent der Steirer nutzen bereits das Internet für Einkäufe. „Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent gestiegen und hat sich innerhalb einer Dekade sogar verdoppelt“, erläutert Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. Besonders häufig kaufen die Steirer Bekleidung, Textilien sowie Bücher und Zeitschriften via Internet (jeweils 27 Prozent) und Elektrogeräte (25 Prozent). Insgesamt gab der durchschnittliche Online-Shopper in der Steiermark im Vorjahr 1.700 Euro aus, wobei 46 Prozent bei ausländischen Anbietern einkaufen.

„Österreich ist ein kleines Land und es wird verhältnismäßig viel in Deutschland online gekauft, von wo aus auch der österreichische Markt betreut wird. Ein wichtiger Punkt ist, innerhalb der EU eine faire steuerliche Regelung zu finden“, so WKO Spartengeschäftsführer Helmut Zaponig. Dabei ginge es vor allem darum, wo versteuert wird.