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v.l. Bundesminister Norbert Hofer, Landesrat Johann Seitinger, Generaldirektor der GKB Franz Weintögl und Landesrat Anton Lang in einer Interviewrunde Fotos: GKB/Ferk

Nach dem feierlichen Tortenanschnitt wurde das Buffet eröffnet

Nach dem feierlichen Tortenanschnitt wurde das Buffet eröffnet

GKB feiert Jubiläum

Montag, 10. September 2018

… mit Verkehrsminister Norbert Hofer als obersten Eigentümervertreter

Wenn die GKB zu einem Jubiläum einlädt, dann kann es dafür mehrere Anlässe geben. Bereits 1860, also vor 158 Jahren, fuhr der erste Kohlezug des Graz-Köflacher Bergbau- und Bahnunternehmens von Köflach nach Graz. Mit dem Kohleabbau war Ende der 1990er-Jahre Schluss und die GKB – bis heute im Eigentum der Republik Österreich – musste sich dann ausschließlich auf den Bahn- und Busverkehr konzentrieren. 1998 gründete man als Tochtergesellschaft die „Graz-Köflacher Bahn- und Busbetrieb GmbH“. Diese feierte kürzlich im Beisein von Verkehrsminister Norbert Hofer als obersten Eigentümervertreter ihr erfolgreiches 20-jähriges Bestehen.

„Allein im letzten Jahr beförderte unsere Züge und Busse mehr als 12 Millionen Fahrgäste“, so GKB-Generaldirektor Franz Weintögl. „Nicht zuletzt durch die in Bau befindliche Koralmbahn-Strecke wird die Position der GKB als großer Mobilitätsdienstleister und Arbeitgeber in der Weststeiermark weiter gestärkt“, betont der Verkehrsminister in seinem Statement. Die GKB steht für die moderne und umweltfreundliche Mobilität zwischen dem Zentralraum Graz und der Weststeiermark.

Durch den Bau der Koralmbahn ergibt sich auch die Chance für eine Elektrifizierung des gesamten GKB-Streckennetzes. Eine Elektrifizierung würde die Ausweitung des Mobilitätsangebotes und weitere Taktverdichtungen ermöglichen, der Ausbau zu einer „Stadtbahn“ neue Fahrgäste ansprechen. Diese strategische Infrastrukturerweiterung wird von den Experten auf Basis demografischer, wirtschaftlicher und umweltschutztechnischer Erhebungen empfohlen. Verkehrsminister Hofer, Landesrat Anton Lang und Landesräte Johann Seitinger begrüßen den zunehmenden Anteil des Schienenverkehrs in der Personen- sowie Güterbeförderung.

Erfolg durch EU-weites Netzwerk

Teil der Erfolgsstrategie der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH sind die Tochterfirmen LTE und Adria Transport, die seit mittlerweile 15 Jahren als Güterbeförderungs-Spezialunternehmen in ganz Europa tätig sind. Die in einer Holdingstruktur organisierte LTE-Gruppe verzeichnete im Jahr 2017 mit rund 25 Prozent einen enormen Umsatzsprung. Erstmals wurde die Grenze von 100 Mio. Euro überschritten. Das Personenfernverkehrsprojekt der GKB mit dem tschechischen Unternehmen RegioJet lief erfolgreich an. In den ersten sechs Monaten fuhren bereits 500.000 Passagiere mit den gelben Zügen zwischen Wien und Prag. Seit Ende 2017 gibt es vier Mal täglich diese Verbindung als „Ergänzungsangebot“ zur ÖBB. Das Pilotprojekt läuft vorerst für zwei Jahre.