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Werner Krause, Reinhard P. Gruber, Barbara Frischmuth, Hans Roth, Andreas Unterweger (als Vertretung von Alfred Kolleritsch) und Christoph Hartner präsentierten die rotahorn Literaturpreisträgerinnen 2018. Foto: Geopho

ROTAHORN: Die Literaturpreisträger 2018 stehen fest

Mittwoch, 12. September 2018

Mit dem „rotahorn“ bereichert seit 2011 ein Literaturpreis, initiiert von Saubermacher-Gründer Hans Roth die österreichische Kulturlandschaft. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Alfred Kolleritsch und seiner Literaturzeitschrift „manuskripte“.

Die Gewinner Marie Gamillscheg und Miroslava Svolikova wurden aus einer hochklassigen Shortlist talentierter Lyrik- und Prosa-Autoren ermittelt, die ein Naheverhältnis zu den „manuskripten“ pflegen.

Die Fachjury – bestehend aus Barbara Frischmuth, Reinhard P. Gruber, Alfred Kolleritsch, Werner Krause und Christoph Hartner – hob spezifische Qualitäten im Schaffen der Preisträger hervor – zu Marie Gamillscheg: „Wie kaum jemandem in ihrer Generation gelingt es Marie Gamillscheg, sich in ihrer Prosa wirklicher Themen anzunehmen und spürbar zu machen. Ohne großes Getöse, sondern durch Reduktion stellt sie in ihrem Debütroman Alles, was glänzt Menschen mit ihren berechtigten Ängsten in einer zunehmend gefährdeten Welt dar.“

„Bei Miroslava Svolikova wird Sprachzweifel auf spielerische und ungewöhnliche Weise zum Teil von Literatur. Cleverer Humor und genaue Beobachtungsgabe verbinden sich zu prägnanten Bildern der politischen wie subjektiven Gegenwart. Als eine der wichtigsten Nachwuchsdramatikerinnen Österreichs vielfach ausgezeichnet und gespielt, überraschte sie in zwei der jüngsten manuskripte-Ausgaben (219 und 221) mit ebenso exzellenter Prosa wie Lyrik.“