Foto_02_Saubermacher_Anlage_Eroeffnung

Mario Abl (Bürgermeister Stadtgemeinde Trofaiach, Saubermacher-Vorstand Gerhard Ziehenberger, Saubermacher-Gründer Hans Roth, LH Michael Schickhofer und Saubermacher-Vorstand Ralf Mittermayr (v.l.). Foto: Saubermacher/ Russold

Mittels Neutralisation, Eindampfanlage, Ultrafiltration und biologischer Nachbehandlung können sämtliche organische und anorganische Flüssig-Abfälle aufbereitet werden. Foto: Innenansicht Chemisch-Physikalische Aufbereitungsanlage. Foto: Saubermacher/ Pixelma-ker.

Mittels Neutralisation, Eindampfanlage, Ultrafiltration und biologischer Nachbehandlung können sämtliche organische und anorganische Flüssig-Abfälle aufbereitet werden. Foto: Innenansicht Chemisch-Physikalische Aufbereitungsanlage. Foto: Saubermacher/ Pixelma-ker.

Saubermacher-Gründer Hans Roth (2.v.l.) mit dem Vorstandstrio (v.l.) Ralf Mittermayr, Georg Ketzler und Gerhard Ziehenberge. Foto: Saubermacher/ Russold

Saubermacher-Gründer Hans Roth (2.v.l.) mit dem Vorstandstrio (v.l.) Ralf Mittermayr, Georg Ketzler und Gerhard Ziehenberge. Foto: Saubermacher/ Russold

Von flüssigen Abfällen zu sauberem Wasser

Montag, 17. September 2018

Modernste Verfahren, optimierte Abläufe, Rücksicht auf Nachbarn: Auf dem letzten Stand der Technik präsentiert sich die neue Aufbereitungsanlage für Industrie- und Gewerbeabwässer von Saubermacher in Trofaiach. Chemische und physikalische Prozesse wandeln flüssige Abfallstoffe wie Säuren, Laugen und Öl-Wasser-Gemische in sauberes Wasser um. Mikroorganismen führen die Endreinigung durch. Acht Millionen Euro hat das Unternehmen in die Hightech-Anlage investiert. Jährlich können bis zu 25.000 Tonnen Abfall aufbereitet werden.

Nach dem Motto „aus alt mach neu – und besser“ hat Saubermacher die im Juni 2017 bei einem Brand schwer beschädigte CP-Aufbereitngsanlage1 für die Behandlung problematischer flüssiger Abfallstoffe gemäß höchster Umweltstandards völlig neu aufgebaut. „Unser Fokus lag nicht nur auf der Verwendung modernster technischer Systeme, sondern auch auf die Bedürfnisse unserer Anrainer. Wir haben viele Arbeitsschritte vom Außenbereich in geschlossene Hallen verlegt. Auch die Abluftreinigungsanlage wurde komplett erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht“, informierte Hans Roth, Gründer von Saubermacher. Gemäß Zero Waste, der Leitidee des Unternehmens, ist es das Ziel, möglichst viele Reststoffe zu verwerten. „Dabei spielt neben der Technik das Know How unserer Mitarbeiter eine zentrale Rolle“, erläuterte Gerhard Ziehenberger, Technikvorstand Saubermacher. „Beispielsweise setzen wir gewonnene Restbestandteile wie Altöl oder ölhaltige Konzentrate als Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie ein. Das schont wertvolle Primärrohstoffe und senkt den CO2-Ausstoß“, so Ziehenberger. Nach nur zwölf Monate Bauzeit startet jetzt der Vollbetrieb.

„Die Investition ist nicht nur Ausdruck der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der steirischen Wirtschaft, sondern auch ein starkes Signal für die wirtschaftliche Dynamik der Region“, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer. „Besonders wichtig ist für mich auch die langfristige Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze.“ Für Mario Abl, Bürgermeister der Stadt Trofaiach, ist der Saubermacher Standort „ein Garant für die Wertschöpfung in der Region und ein Beleg für das gute Miteinander von Wirtschaft und Gemeinde. Trofaiach und Saubermacher sind beide zukunftsorientiert, da passt vieles zusammen“. Jährlich fallen in Österreich rund 300.000 Tonnen Industrieabwässer an. Die CP-Anlage ist so ausgelegt, dass sie auch die in ihrer Zusammensetzung immer komplexer werdenden flüssigen Abfallstoffe auf-bereiten und auch kurzfristig auftretende Mengensteigerungen flexibel behandeln kann.