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Schulterschluss für die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse: Benedikt Bittmann, Alfred Nagelschmied, Gernot Acko, LAbg. Helga Ahrer, LH Hermann Schützenhöfer, LH-Stv. Michael Schickhofer, LR Anton Lang, Franz Kainersdorfer (v.l.) Fotos: Land Steiermark/Gründl;

Die Steiermark setzt sich gemeinsam mit Kärnten, Salzburg und Oberösterreich dafür ein, dass die Tauern-Phyrn/Schoberachse in das Transeuropäische Kernnetz aufgenommen wird.

Die Steiermark setzt sich gemeinsam mit Kärnten, Salzburg und Oberösterreich dafür ein, dass die Tauern-Phyrn/Schoberachse in das Transeuropäische Kernnetz aufgenommen wird.

„Die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse“

Freitag, 26. Oktober 2018

Ein Mehrwert für Europa

Im Vorfeld des informellen EU-Verkehrsministerrates setzten sich heute in Graz die Landesregierung sowie steirische Sozialpartner in einem gemeinsamen Schulterschluss für eine rasche Eingliederung der wichtigen Nord-Süd-Eisenbahnachse über die Phyrn- und Schoberstrecke in das Transeuropäische Kernnetz ein. Seit Jahren haben das Land Steiermark und die steirischen Sozialpartner das gemeinsame Ziel, diese internationale Eisenbahnverbindung in das Transeuropäische Kernnetz (TEN-T-Kernnetz) einzugliedern. Die Revision des TEN-T steht vor der Tür und mit den bisher erarbeiteten Argumenten bietet sich die große Chance, einen wesentlichen Schritt in diese Richtung zu gehen. Im aktuellen TEN-T-Kernnetz fehlt im ostalpinen Bereich eine direkte alpenquerende Kernnetz-Verbindung zwischen dem Südosten Europas und den Zentralräumen der EU. Dieser notwendige Netzschluss könnte über die südlichen (Steiermark und Kärnten) und nördlichen (Oberösterreich und Salzburg) Bundesländer Österreichs führend hergestellt werden. Da die Tauernachse zwischen München und Ljubljana für den schweren Güterverkehr zu steil ist (nur Personenverkehr und leichter Güterverkehr möglich), bietet sich die schon im Bestand wesentlich flachere Pyhrn/Schober-Achse an – Ziel sei daher eine Funktionsteilung der beiden Achsen.

Und das sind in Kurzform die Argumente der Politiker und Sozialpartner:

LH Hermann Schützenhöfer: „Die Tauern-Phyrn/Schober-Achse ist eine starke europäische Antwort auf die globalen Herausforderungen. Als Teil der Hamburg-Koper-Verbindung würden sich damit für das Exportland Steiermark neue Chancen mit Arbeitsplätzen für die Steirerinnen und Steirer erschließen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Klimawandel. Tag für Tag sehen wir seine Auswirkungen, umso drängender ist es, den Güterverkehr so weit wie möglich auf die Schiene zu verlagern.“

Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer:  „Wir brauchen weitere Impulse für Wachstum und Beschäftigung in allen Teilen der Steiermark.“

Verkehrslandesrat Anton Lang: „Das gemeinsam im Interesse des Wirtschafts- und Beschäftigungsstandortes Steiermark erkämpfte Jahrhundert-Projekt ,Baltisch-Adriatischer Korridor mit Koralmbahn und Semmering-Basistunnel‘ ist bereits auf Schiene, jetzt geht es darum, mit dem gleichen Einsatz dafür zu sorgen, dass auch unser nächstes großes Ziel, nämlich die Aufnahme der Tauern-Phyrn/Schober-Achse in das künftige transeuropäische Kernnetz, erreicht wird.“

Alfred Nagelschmied, Landesverkehrsabteilung:  „Die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse erfüllt alle Kriterien für eine Aufnahme in das transeuropäische Kernnetz.“

Gernot Acko, Vizepräsident der Arbeiterkammer Steiermark: „Der Ausbau der Schieneninfrastruktur nutzt auch der Verbesserung des regionalen Personenverkehrs in der Obersteiermark.“

Benedikt Bittmann, Vize-Präsident WKO Steiermark:  „Die Verbindung zum Balkanraum und damit eine Anknüpfung an die Südroute der neuen Seidenstraße und die Wachstumsmärkte in Asien sind aus Sicht der Wirtschaft dringendst anzustreben.“

Franz Kainersdorfer, Vizepräsident IV-Steiermark: „Im globalen Wirtschaftssystem nehmen die Güterströme zwischen Ländern und Kontinenten zu. Die Integration der Pyhrn-Schober-Achse in das transeuropäische Kernnetz ist daher für die Steiermark essentiell.“

Stv. ÖGB-Vorsitzende Helga Ahrer: „Die Tauern-Pyhrn/Schober-Achse schafft eine bessere Verbindung der Steiermark mit Oberösterreich und Deutschland.“