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Das erneuerbare Großspeicherprojekt HELIOS ist Bestandteil der nachhaltigen Grazer Vision „Wärmeversorgung Graz 2020/2030“ und soll die Versorgungssi-cherheit des Grazer Fernwärmenetzes weiter stärken. Zudem soll der Anteil der Wärmeaufbringung mit erneuerbaren Quellen in Graz bis zum Jahr 2030 von derzeit rd. 25 Prozent auf 50 Prozent erhöht werden. Fotos: Energie Graz

Mit diesem Projekt, im Südosten von Graz, ist es der Energie Graz, gemeinsam mit den Projektpartnern Stadt Graz und Holding Graz sowie den Fördergebern Land Steiermark und Klima- und Energiefonds gelungen, ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges und im urbanen Bereich einzigartiges dezentrales Wärmeversorgungskonzept umzusetzen. Die Planung und Projektabwicklung erfolgte durch die WDS Wärmedirektservice, einer 100-prozentigen Tochter der Energie Graz.

Mit diesem Projekt, im Südosten von Graz, ist es der Energie Graz, gemeinsam mit den Projektpartnern Stadt Graz und Holding Graz sowie den Fördergebern Land Steiermark und Klima- und Energiefonds gelungen, ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges und im urbanen Bereich einzigartiges dezentrales Wärmeversorgungskonzept umzusetzen. Die Planung und Projektabwicklung erfolgte durch die WDS Wärmedirektservice, einer 100-prozentigen Tochter der Energie Graz.

HELIOS Kollektorfeld_Fotocredit Energie Graz

Solarpreis für HELIOS

Dienstag, 09. Oktober 2018

Es kombiniert Wärme aus Sonnenergie und Deponiegas mit einem Großspeicher und ist ein in Europa einzigartiges Innovationsprojekt. Für dieses solare Speicherprojekt HELIOS wurde die Energie Graz nun mit dem Österreichischen Solarpreis 2018 in der Kategorie „Städte und Gemeinden oder Stadtwerke“ von EUROSOLAR ausgezeichnet.

Damit erhält HELIOS bereits die zweite Auszeichnung, wurde es doch heuer auch mit dem „EnergyGlobeStyria Award“ prämiert. „HELIOS ist ein weiterer Meilenstein in Richtung ökologische Nachhaltigkeit und zukunftsorientierte Fernwärmeversorgung in der Stadt Graz“, freuen sich die Energie-Graz-Geschäftsführer Boris Papousek und Werner Ressi. „Durch das solare Speicherprojekt können Morgenspitzen durch erneuerbare Energie abgedeckt werden, der Einsatz von Spitzenkessel kann verringert werden.“

Europaweit einzigartig

Der innovative Ansatz der Gesamtkonzeption ist die Kombination von Solarenergie mit einem Deponiegas-Blockheizkraftwerk, dem Wärmespeicher, Power-to-Heat und einer Direkteinbindung in das Fernwärmenetz. HELIOS wurde im Südosten von Graz auf dem Gelände der „Altdeponie Köglerweg“ errichtet und im Dezember 2017 erstmals in Betrieb genommen.

Herzstück der Hybridanlage ist ein rund 26 m hoher Wärmespeicher mit einem Durchmesser von 12 m und einem Nutzvolumen von 2.500 m³. Gespeist wird der Fernwärmespeicher zum einen durch die neu errichtete ca. 2.000 m² große Solarthermieanlage am Grundstück, wobei die Kollektorfläche im Endausbau auf rund 10.000 m² erweitert werden soll.

Das bisher über eine Fackel an die Umwelt abgeführte Deponiegas der Altdeponie Köglerweg wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verwertet und die Abwärme dem thermischen Speicher zugeführt. Der mit dem BHKW produzierte Öko-Strom dient der Eigenversorgung, wobei die elektrische Überschussenergie über eine „Power-to-Heat – Einheit“ in Wärme umgewandelt und bei Bedarf ebenfalls zwischengespeichert werden kann.

Durch die Einbindung des Speichers in den Grazer Fernwärmeverbund kann der Wärmespeicher auch durch andere Wärmeerzeugungsanlagen gespeist werden. Die Fernwärmeeinspeiseleistung des Projekts beträgt im Regelbetrieb ca. 3,5 MW, bei Bedarf können auch Spitzenlasten bis zu 10 MW bedient werden. Damit liegt der prognostizierte jährliche Wärmeertrag bei rund 2,5 GWh, im Endausbau kann dieser auf ca. 4,8 GWh nahezu verdoppelt werden.