BILD zu OTS - 
Weltraumminister Norbert Hofer
Prof. Otto Koudelka / TU Graz
Klaus Pseiner, GeschŠftsfŸhrer der …sterreichischen Forschungsfšrderungsgesellschaft FFG

Weltraumminister Norbert Hofer, Prof. Otto Koudelka (TU Graz) und Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Foto: FFG

Journalisten-Gespräch im neuen Science Tower von SFL technologies: Auftakt zur Weltraumkonferenz.

Journalisten-Gespräch im neuen Science Tower von SFL technologies: Auftakt zur Weltraumkonferenz.

Eröffnung im Herbst 2017: Landmark für Smart City. v.l.: Birgit Höllwart, Barbara Eibinger-Miedl, Jörg Leichtfried, Hermann Schützenhöfer, Hans Höllwart, Siegfried Nagl

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EU-Weltraumkonfernz lief in der List Halle in Graz ab. Gefragter Veranstaltungsort.

EU-Weltraumkonfernz lief in der List Halle in Graz ab. Gefragter Veranstaltungsort.

Österreichische Kleinsatelliten liefern sensationelle Ergebnisse

Dienstag, 06. November 2018

EU-Weltraumkonferenz in Graz in der List-Halle und im Science Tower

Anlässlich EU-Weltraumkonferenz in Graz wird Ausbruch einer Nova mit noch nie da gewesener Zeitauflösung präsentiert – exzellentes Weltraum-Know-how an österreichischen Universitäten

„Österreichische Kleinsatelliten liefern sensationelle Ergebnisse und weltweit einzigartige Aufnahmen“, freut sich Weltraumminister Norbert Hofer. Bei der zweitägigen Weltraumkonferenz „EUSpace for Business“ wurde Graz dieser Tage einmal mehr seinem Ruf als „Weltraumhauptstadt“ gerecht. Hochkarätig wie die Konferenz auch das Veranstaltungsumfeld – der erst im Vorjahr eröffnete 64 Meter hohe Science Tower der SFL technologies und die List-Halle, bekanntlich im Eigentum von AVL-Chef Helmut List. Mit 8.600 Mitarbeitern weltweit ist die AVL eines der innovativsten Unternehmen Österreichs.

Bei der hochkarätigen Konferenz im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft trifft sich die Weltraum-Community, um über aktuelle Entwicklungen im Weltraumsektor zu diskutieren. Ein stimmiger Anlass für Minister Hofer, um gemeinsam mit der für EU-Weltraumaktivitäten verantwortlichen EU-Kommissarin und ehemaligen polnischen Infrastrukturministerin, Elzbieta Bienkowska, eine kleine wissenschaftliche Sensation einer österreichisch-polnisch-kanadischen Kooperation zu präsentieren: Den besten je beobachteten Verlauf einer Nova. Die Entdeckung wurde durch die BRITE-Constellation ermöglicht. Die Flotte umfasst fünf Nano-Satelliten, Österreich trägt mit zwei Satelliten (TUGSAT-1 und UniBRITE) und dem Know-how an der TU Graz, Universität Wien und Universität Innsbruck bei.

„Ich gratuliere dem Team um Prof. Koudelka von der TU Graz zu dieser großartigen Entdeckung. Österreich hat sich nunmehr auch mit eigenen Satelliten einen international anerkannten Status erarbeitet. Die von meinem Ressort zielgerichtet verfolgte Strategie zur Entwicklung eigener Kleinsatelliten lässt uns im besten Sinn des Wortes nach neuen Sternen greifen“, so Minister Hofer. „Und wir arbeiten weiter: Die nächsten Satelliten ‚Made in Austria‘ sind bereits in Entwicklung und werden bald starten“, zeichnet Minister Hofer den Weg für die kommenden Jahre vor: „Mit den österreichischen Satelliten Nummer 4 und Nummer 5, OPS-SAT und PRETTY, werden wir vor allem auch die industrielle Basis im Weltraumbereich weiter stärken.“

„Klein- und Kleinstsatelliten sind handliche Objekte, die das Potenzial haben, die Weltraumforschung große Stücke weiterzubringen. Denn mit den kompakten Satelliten ist es möglich, neue Weltraumtechnologien relativ rasch und kostengünstig auszuprobieren“, erklärt Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die im Auftrag des BMVIT die österreichischen Weltraumaktivitäten umsetzt. „Dabei kann Österreich aufgrund seiner Expertise sehr gut seiner Rolle als anerkannter Mitgliedsstaat gerecht werden. Diese Initiativen dienen der Technologiedemonstration, aber auch der Ausbildung. Gerade Kleinsatelliten sind vor allem für junge Studierende eine gute Gelegenheit, Hands-On-Erfahrungen beim Bau von Weltraumobjekten zu sammeln.“

„Die BRITE-Mission ist schon jetzt eines der erfolgreichsten Nanosatelliten-Projekte weltweit“, sagt Otto Koudelka, Leiter des Instituts für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation der TU Graz und einer der Masterminds hinter BRITE-Constellation. „Mit dieser neuen Entdeckung, an der die ersten beiden österreichischen Satelliten ‚TUGSAT-1‘ und UniBRITE mit ihren Schwestersatelliten beteiligt sind, kann eindrucksvoll gezeigt werden, dass auch anspruchsvolle wissenschaftliche und technologische Aufgabenstellungen durch Kleinsatelliten zuverlässig erfüllt werden können“, so Otto Koudelka.