Hundebisse_2019

Tierschutzlandesrat Anton Lang: „Rund 60 Kinder und Jugendliche werden an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde jährlich nach einem Hundebiss behandelt. Mittels Fragebogen sollen Daten zur Beißhäufigkeit einzelner Rassen, Prävention und Hundeführerschein abgeleitet werden.“ Foto: Land Steiermark

Neue Hundebiss-Studie

Montag, 14. Januar 2019

An der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz werden jährlich rund 60 Kinder nach einem Hundebiss medizinisch behandelt. Das bedeutet hochgerechnet, dass man in der Steiermark mit rund 150 und in ganz Österreich mit rund 900 Hundebissen pro Jahr rechnen muss. Etwa 50 Prozent der Unfälle und Vorfälle mit Tieren betreffen den Hund. So machen Hundebisse etwa 0,5 Prozent aller Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 14 Jahren an der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie aus. „Die stationäre Aufnahme der betroffenen Zielgruppe ist mit 16 Prozent doppelt so hoch wie im Gesamtschnitt aller Unfallarten im Kinder- und Jugendalter“, betont Tierschutzlandesrat Anton Lang und erklärt: „Mithilfe dieser Studie werden in Kooperation mit der Tierschutzombudsstelle Steiermark mögliche neue Präventionsansätze erarbeitet. Besonders mit den Erkenntnissen zur Beißhäufigkeit verschiedener Hunderassen soll eine zusätzliche Faktengrundlage für die laufenden Diskussionen rund um die Themen Listenhunde, Einführung der Maulkorbpflicht sowie die flächendeckende Einführung eines Hundeführerscheins et. geschaffen werden.“

Die Ergebnisse sollen im ersten Halbjahr 2019 vorliegen und werden dann der Öffentlichkeit vorgestellt. Konkret werden im Rahmen dieser Studie, die vom Forschungszentrum für Kinderunfälle im Österreichischen Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter durchgeführt wird, alle Kinder und Jugendlichen zwischen 9 und 14 Jahren, die im Zeitraum 2015 bis 2018 von einem Hund oder einem anderen Heim- bzw. Haustier verletzt wurden und an der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie behandelt wurden, mittels Fragebogen zum Unfallhergang befragt.Diese Studie wird vom Land Steiermark gefördert.