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Das Präsidium der WKO Steiermark präsentiert das neue Leitmotto „Selbstverständlich selbständig“: Andreas Herz, Karl-Heinz Dernoscheg, Josef Herk und Benedikt Bittmann (v.l.).

Fotos: Kanizaj

Fotos: Kanizaj

Plädoyer für Entlastung und Reformen

Sonntag, 20. Januar 2019

Das „Who is Who“ der steirischen Wirtschaft und Politik traf sich beim traditionellen Neujahrsempfang der WKO Steiermark. Ein Event, das längst als Indikator für das gute Klima im Land gilt und bei dem Präsident Josef Herk in seiner Eröffnungsrede ein leidenschaftliches Plädoyer für Entlastung und Reformen hielt.

Längst ist aus dem geselligen Jahresauftakt in der WKO Steiermark ein großes Event geworden: So folgten rund 270 prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft der Einladung der WKO-Führungsspitze rund um Präsident Josef Herk, den Vizepräsidenten Benedikt Bittmann und Andreas Herz sowie Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, zum geselligen Jahresauftakt. Im Fokus stand dieses Mal das neue Leitmotto „Selbstverständlich selbständig“ der WKO. Herk dazu: „Die Trennlinie zwischen Gewerbeschein und Lohnzettel hat längst an Bedeutung verloren. Diese Linie verläuft heute vielmehr zwischen jenen Menschen, die etwas bewegen wollen und Verantwortung übernehmen und jenen, die sich zurücklehnen und sich von gewachsen Strukturen versorgen lassen. Eines ist klar: Die Herausforderungen der heutigen Zeit brauchen Ersteres. Dafür wollen wir als WKO die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, erklärte der Präsident in seiner Rede, in der er auch einen flammenden Appell in Sachen Brexit abgab: „Wohin auch immer der Weg Großbritanniens in Zukunft führen wird, bauen wir keine neuen Handelshemmnisse auf! Das schadet allen, besonders der Steiermark.“ Das konjunkturelle Gesamtbild sei aber nach wie vor positiv. „Mit 524.000 unselbständig Beschäftigten haben wir in der Steiermark einen neuen Beschäftigungshöchststand erreicht. Damit aus der aktuellen Konjunktur-Verlangsamung keine Vollbremsung wird, brauchen wir von der Politik zwei ganz klare Signale“, betonte Herk: „Entlastung und Reformen. Die Regierung hat ja beides bereits in ein Wort gegossen und für 2020 angekündigt: nämlich eine Steuerreform. Im Rahmen dieser werden wir auf eine deutliche Senkung der Besteuerung von Unternehmen pochen – und zwar in allen Bereichen: Das beginnt bei der Abschreibung oder Steuer-Pauschalierung für Kleinbetriebe und reicht hin bis zur Einkommens- und Körperschaftssteuer, wo wir uns eine spürbare Entlastung wünschen“, so Herk. Die WKO gehe hier mit gutem Beispiel voran: „Mit unserer WKO 4.0 Reform haben wir bundesweit ein 100-Millionen-Euro-Entlastungspaket geschnürt.“